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DAX nähert sich erneut dem Rekordhoch

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DAX nähert sich erneut dem Rekordhoch

Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach einem schwachen Start im gestrigen Tagesverlauf deutlich gefangen und den Handel mit Gewinnen beendet. Der DAX legte um 0,45 Prozent auf 24.423 Punkte zu und bewegte sich damit am oberen Ende seiner Handelsspanne zwischen 24.283 und 24.441 Zählern. Der Abstand zum Rekordhoch von 24.639 Punkten ist damit gering. Ausschlaggebend für die Zuversicht der Anleger waren neue Hoffnungen auf Fortschritte im Ukraine-Konflikt sowie die freundliche Entwicklung an der Wall Street. Während der MDAX nahezu unverändert bei 30.984 Punkten aus dem Handel ging, überwog im Leitindex die Erleichterung über den Verlauf des Treffens in Washington zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Konkrete Ergebnisse brachte das Treffen zwar nicht, doch Trump stellte ein mögliches Gipfeltreffen zwischen Selenskyj und Russlands Präsident Wladimir Putin in Aussicht. Im Anschluss soll es einen trilateralen Gipfel unter seiner Beteiligung geben. Ob es dazu kommt, ist allerdings offen. Der Kreml hat sich zu den Ankündigungen bislang nicht geäußert. Marktstrategen werten allein die Aussicht auf weitere Gespräche als Signal, das den Aktienmärkten kurzfristig Auftrieb verleiht. Charttechniker verweisen darauf, dass der DAX seit Juni mehrfach an der Zone zwischen 24.500 und 24.600 Punkten gescheitert ist. Ein Ausbruch über die Marke von 24.639 Punkten wäre aus ihrer Sicht ein klares Signal für neue Rekordstände.

Neben den geopolitischen Entwicklungen richtet sich der Blick der Investoren auf das jährliche Treffen der Notenbanker in Jackson Hole. Von Fed-Chef Jerome Powell erwarten Analysten Signale zur künftigen Geldpolitik. Eine Zinssenkung im September gilt als möglich, ein größerer Schritt von einem halben Prozentpunkt jedoch als unwahrscheinlich. An den Terminmärkten wird derzeit von zwei Zinssenkungen bis Jahresende ausgegangen. Schwächere Daten vom US-Arbeitsmarkt verstärken diese Erwartung.

An der Wall Street zeigten sich die Indizes uneinheitlich. Der Dow Jones markierte mit 45.207 Punkten knapp ein neues Rekordhoch, während der S&P 500 leicht nachgab und die Nasdaq deutlicher im Minus lag. Im Fokus standen auch Unternehmenszahlen: Home Depot meldete einen stagnierenden Gewinn und verfehlte die Erwartungen leicht, hielt aber an seiner Jahresprognose fest. Die Aktie legte im Handelsverlauf dennoch zu.

Weitere Impulse kamen vom Rohstoff- und Währungsmarkt. Rohöl verbilligte sich um gut ein Prozent, nachdem Anleger gestiegene Chancen für ein Ende der Sanktionen gegen Russland einpreisten. Der Euro notierte leicht über dem Vortagesniveau bei 1,1670 Dollar. Auf dem deutschen Kurszettel standen Rüstungswerte unter Druck. Rheinmetall verlor 4,6 Prozent, da Investoren nach dem Washingtoner Gipfel auf eine Entspannung im Ukraine-Krieg setzten.

Zu den Gewinnern im DAX zählten Zalando und die Porsche AG. Zalando profitierte von einer Hochstufung durch die Baader Bank, die Aktie legte trotz gesenktem Kursziel zu. International sorgte Intel für Schlagzeilen: Der Chipkonzern erhält eine Milliardeninvestition des japanischen Technologieunternehmens Softbank, das für zwei Milliarden Dollar Aktien erwirbt. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass die US-Regierung über eine Beteiligung von zehn Prozent an Intel verhandelt. Handelsminister Howard Lutnick bestätigte diese Gespräche inzwischen.

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