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DAX nähert sich der Marke von 23.000

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DAX nähert sich der Marke von 23.000

Der DAX hat seine Rekordserie fortgesetzt und den gestrigen Handelstag mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 22.844 Punkten beendet. Im Tagesverlauf erreichte der Index eine neue Bestmarke von 22.882 Zählern. Damit rückt die Marke von 23.000 Punkten in greifbare Nähe, sie liegt nur noch rund ein Prozent entfernt. Bereits am Vortag war der DAX um 1,3 Prozent gestiegen. Trotz der kräftigen Gewinne der vergangenen Wochen blieben größere Gewinnmitnahmen aus. Der DAX hat allein in den letzten vier Handelswochen etwa 1.800 Punkte zugelegt. Marktbeobachter zeigen sich unsicher, wie lange diese Entwicklung angesichts der schwachen wirtschaftlichen Lage in Deutschland noch andauern wird.

Auch der MDAX der mittelgroßen Werte setzte seine positive Entwicklung fort und legte um 0,54 Prozent auf 28.306 Punkte zu. Die Stimmung unter den Anlegern wurde am Nachmittag durch den überraschend positiven ZEW-Index gestützt. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten stiegen im Februar stärker als erwartet. Der ZEW-Index kletterte um 15,7 Punkte auf 26 Zähler, während Analysten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 20 Punkte gerechnet hatten. ZEW-Präsident Achim Wambach führte die gestiegene Zuversicht auf die Aussicht auf eine handlungsfähige neue Bundesregierung zurück.

Rüstungsaktien blieben gefragt und erreichten teilweise neue Höchststände. Rheinmetall, Airbus und Hensoldt gehörten zu den Gewinnern. Auch die Aktien der französischen Thales und der italienischen Leonardo verzeichneten Zuwächse. Der Industriekonzern Thyssenkrupp profitierte von Überlegungen, die Marinesparte an die Börse zu bringen. Die Aktie des Konzerns stieg um rund sieben Prozent und war damit Spitzenreiter im MDAX. Analysten des Bankhauses Metzler hoben ihr Kursziel für Rheinmetall auf 1.085 Euro an, das derzeit höchste Kursziel am Markt.

An der Wall Street war die Entwicklung verhalten. Der Dow Jones verlor 0,2 Prozent, während andere Indizes leicht um 0,1 Prozent zulegten. Hoffnung auf Friedensgespräche zwischen den USA und Russland sorgte für eine gewisse Unterstützung. In Riad liefen Vorbereitungen für ein Treffen von Donald Trump und Wladimir Putin, ein konkreter Termin stand jedoch noch aus. Der Empire-State-Index für das produzierende Gewerbe in New York fiel mit 5,7 Punkten besser aus als erwartet. Die Aktien von Intel stiegen um fast zehn Prozent, nachdem Berichte über Übernahmeinteresse von Broadcom und TSMC bekannt wurden.

Der Eurokurs gab leicht nach und wurde am Nachmittag bei 1,0455 Dollar gehandelt. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten knapp unter 2,5 Prozent. Continental kündigte den Abbau von 3000 Stellen in der Autozuliefersparte an. CTS Eventim meldete Rekordergebnisse mit einem Umsatzanstieg auf 2,8 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von 542,2 Millionen Euro. Der Hamburger Hafenlogistikkonzern HHLA verzeichnete ein Betriebsergebnis von 134 Millionen Euro, was einem Anstieg von 22,7 Prozent entspricht. Samsung kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 3,05 Billionen Won an. Baidu überraschte mit guten Quartalszahlen, die Aktie fiel dennoch um rund sechs Prozent.

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