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DAX leicht im Plus, Blick zur Wall Street

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DAX leicht im Plus, Blick zur Wall Street

Der DAX hat die neue Woche mit einem leichten Plus begonnen, blieb jedoch im bekannten Seitwärtstrend gefangen. Der Leitindex bewegte sich im gestrigen Tagesverlauf in einer engen Spanne zwischen 23.664 und 23.855 Punkten und schloss bei 23.748 Zählern, was einem Anstieg von 0,21 Prozent entspricht. Der MDAX der mittelgroßen Werte legte stärker zu und gewann knapp ein Prozent auf 30.469 Punkte. Damit setzte sich der insgesamt richtungslose Handel am deutschen Aktienmarkt fort. Charttechniker verweisen darauf, dass der DAX im traditionell schwachen Börsenmonat September bislang vergleichsweise stabil bleibt, auch wenn die Gefahr von Rücksetzern weiterhin besteht.

Im Fokus vieler Anleger standen zum Wochenauftakt erneut die Entwicklungen an der Wall Street. Dort sorgt die Kombination aus Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank und einer anhaltenden Euphorie um Künstliche Intelligenz für Aufwärtstrieb. Der Zinsentscheid der Federal Reserve am Mittwochabend gilt als wichtiges Signal. Während die meisten Marktteilnehmer von einer Senkung um 25 Basispunkte ausgehen, stehen auch größere Schritte im Raum. Ergänzend rücken neue Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen in den Blick, die Hinweise auf das Konsumverhalten in einem Umfeld hoher Importzölle geben sollen.

An der Wall Street selbst zeigten sich die Investoren weiter in Kauflaune. Nasdaq und S&P 500 markierten neue Rekordstände, lediglich der Dow Jones blieb leicht unter seiner Bestmarke. Zu den auffälligsten Einzelwerten gehörte Tesla, dessen Aktie nach einem Milliardeneinstieg von Firmenchef Elon Musk um rund sechs Prozent zulegte. Nvidia konnte anfängliche Verluste fast ausgleichen, nachdem die chinesische Wettbewerbsaufsicht eine kartellrechtliche Untersuchung angekündigt hatte.

Auf dem Devisenmarkt legte der Euro trotz der Herabstufung Frankreichs durch die Ratingagentur Fitch zu. Mit 1,1772 Dollar stieg die Gemeinschaftswährung leicht an, gestützt durch die Erwartung sinkender US-Zinsen. Fitch hatte die Bonitätsnote Frankreichs aufgrund der Haushaltslage gesenkt, doch die Märkte reagierten kaum auf die Nachricht.

Im DAX gehörte Rheinmetall zu den Gewinnern. Nach der Ankündigung, die Marinesparte der Lürssen-Gruppe zu übernehmen, erreichte die Aktie ein Rekordhoch bei 1.950 Euro. Damit erweitert der Düsseldorfer Konzern sein Portfolio erstmals um den Bereich Marineschifffahrt.

Im MDAX rückten die Aktien der RTL Group deutlich vor. Sie verteuerten sich um rund 6,7 Prozent, nachdem das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt hatte. Ebenfalls im Blick stand Google-Mutter Alphabet. Trotz einer Klage des US-Verlags Penske Media wegen angeblich wettbewerbswidriger KI-Funktionen in der Suche stieg der Kurs um vier Prozent. Alphabet überschritt damit erstmals eine Börsenbewertung von drei Billionen Dollar.

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