DAX in der Korrekturphase
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Die Anfang der Woche verzeichneten Verluste waren nicht von Dauer. Während der DAX zu einem Zeitpunkt bei 14.630 Punkten notierte, schloss er letztlich fast unverändert mit einem Wert von 14.801 Punkten. Dies bedeutet, dass der DAX sich nur geringfügig über seinem Schlussstand vom Freitag bewegt hat.
Es ist bemerkenswert, dass der Frankfurter Index in den letzten fünf Handelswochen stets im Minus lag. Eine solche kontinuierliche negative Phase erlebte die Börse zuletzt vor über einem Jahrzehnt, im Jahr 2011. Trotz des aktuellen Börsenbebens sind panikartige Verkäufe jedoch ausgeblieben, was möglicherweise mit den anhaltenden Spannungen in Israel in Verbindung steht.
Vom Rekordhoch Ende Juli bei 16.528 Punkten beträgt der Verlust des Leitindex nun etwa 1730 Punkte, was mehr als zehn Prozent entspricht. Solch signifikante Bewegungen sind zwar an der Börse nicht ungewöhnlich, aber sie erzeugen dennoch Unsicherheit unter den Investoren.
Betrachtet man die jüngste Geschichte, erinnert man sich an die letzte bedeutende Korrektur im Jahr 2019. Nach einem damaligen Rückgang von elf Prozent erholte sich der Markt recht zügig. Das Jahr 2020 wurde jedoch vom Corona-Crash geprägt, woraufhin der Markt im Jahr 2021 eine Phase der Stabilität erlebte, ohne dass eine Korrektur stattfand. Dennoch intensivierten sich die Kursverluste im vergangenen Jahr, und der Dax näherte sich einem Bärenmarkt, der definiert ist durch einen Rückgang von mindestens 20 Prozent.
Für die nächsten Handelstage wird genau dieses Bärenmarkt-Szenario als das schlimmste denkbare betrachtet. Ein solches Szenario würde eintreten, wenn der Dax auf etwa 13.200 Punkte fällt.
Die derzeitige Unruhe am Markt könnte auch durch den andauernden Konflikt im Nahen Osten verstärkt werden. Nur wenige Wochen nach Beginn der Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hamas gibt es wachsende Befürchtungen, dass sich der Konflikt auf die gesamte Region ausweiten könnte.
In der nahen Zukunft stellt die Marke von 14.800 Punkten einen wichtigen Richtwert dar. Sollte der DAX diese Marke nachhaltig unterschreiten, könnten weitere Kursverluste folgen. In der Vergangenheit hat dieser Wert immer wieder eine entscheidende Rolle für die Kursentwicklung gespielt.
Die momentane Unsicherheit am Aktienmarkt wird durch die Abwärtsbewegung bei 15.000 Punkten zusätzlich bekräftigt. Diese Marke gilt als wichtiger psychologischer Indikator.
