DAX in der Abwärtsspirale
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Der DAX beendete die sechste Woche in Folge mit Verlusten, wodurch dies die längste Negativserie seit 2011 darstellt. Am Freitag schloss der DAX 0,3 Prozent im Minus bei 14.687 Punkten, obwohl er zwischenzeitlich über der Marke von 14.800 Punkten lag.
Trotz dieser negativen Entwicklung gab es Anzeichen für eine mögliche Bodenbildung des Frankfurter Börsenbarometers. Zum einen war das Handelsvolumen am Donnerstag, als der DAX 1,1 Prozent tiefer schloss, mit knapp 122 Millionen DAX-Titeln extrem hoch. Dies könnte bedeuten, dass die sogenannten "schwachen Hände" den Markt verlassen haben. Ein hohes Handelsvolumen bei sinkenden Kursen kann auf einen auslaufenden Verkaufsdruck hindeuten.
Ein weiteres Anzeichen könnte das ansteigende Open-Interest im Dax-Future sein. Laut Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners haben viele Anleger Short-Positionen eröffnet, um ihre Aktienbestände abzusichern. Dies ist positiv, da diese Anleger ihre Aktien nicht verkaufen müssen und die Short-Positionen irgendwann wieder eingedeckt werden müssen, was wiederum die Kurse stabilisieren könnte.
Schließlich, obwohl der DAX am Donnerstag gesunken ist, erreichte er kein neues Tief. Laut Analyst Jörg Scherer von HSBC Deutschland sind mittlerweile 14 von 40 DAX-Titeln im überverkauften Bereich, basierend auf dem Relative-Stärke-Index. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Markt bald keine Verkäufer mehr hat.
Trotz dieser Anzeichen einer möglichen Erholung betont Scherer, dass für eine nachhaltige Verbesserung eine Schließung der Abwärtskurslücke von letzter Woche bei 14.936/14.985 Punkten erforderlich ist. Dieses Phänomen entsteht, wenn der höchste Punkt eines Handelstages unter dem tiefsten Punkt des vorherigen Tages liegt, und zeigt eine Marktschwäche an.
