DAX im Sinkflug: Vierter Verlusttag in Folge
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Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete am Mittwoch seinen vierten Verlusttag in Folge, ein Minus von 0,19 Prozent. Trotz besser als erwarteter Konjunkturdaten in den USA und Deutschland bleibt die Stimmung an den Finanzmärkten gedämpft. Insbesondere die Sorgen um steigende Zinsen und hohe Ölpreise belasten die Märkte. In den USA sank der Dow Jones um 0,55 Prozent, während der Nasdaq 100 fast ein Prozent verlor.
Die jüngsten Äußerungen von Klaas Knot, einem Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank, haben die Spekulationen um eine mögliche Zinserhöhung in der Eurozone angeheizt. Obwohl der Markt eher von einer Zinspause ausgeht, betonte Knot, dass angesichts hoher Inflationsprognosen eine weitere Straffung der Geldpolitik eine "enge Entscheidung" sei. Der Euro fiel daraufhin auf 1,0712 Dollar, und der Goldpreis sank auf 1.916 Dollar pro Feinunze.
In Deutschland gab es im Verarbeitenden Gewerbe einen starken Rückgang der Bestellungen um 11,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dieser Rückgang folgt jedoch auf einen Anstieg im Juni, der durch einen "sehr umfangreichen Großauftrag" beeinflusst wurde. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von 4,3 Prozent gerechnet. Die deutsche Wirtschaft zeigt also trotz der aktuellen Verluste im DAX eine gewisse Robustheit.
Im internationalen Kontext gab es auch interessante Entwicklungen. Saudi Telecom hat eine Beteiligung von 9,9 Prozent am spanischen Telekommunikationsunternehmen Telefónica erworben. Der Mainzer Spezialglashersteller Schott plant, seine Pharmasparte noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen. Das Emissionsvolumen soll sich auf mehr als 800 Millionen Euro belaufen.
Trotz der anhaltenden Unsicherheit und der gemischten Signale aus der Wirtschaft bleibt der Ölpreis nahe seinem gestrigen Höchststand. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 90,18 Dollar. Saudi-Arabien und Russland haben angekündigt, ihre Lieferkürzungen bis zum Jahresende zu verlängern, was die Ölpreise weiter in die Höhe treibt.
