DAX im Aufwind trotz neuer US-Zölle
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Die Aktienmärkte zeigten sich zu Wochenbeginn robust, trotz der Ankündigung neuer US-Zölle auf Aluminium und Stahl. Der deutsche Leitindex DAX setzte seinen Aufwärtstrend fort und schloss bei 21.911 Punkten, ein Plus von 0,57 Prozent. Im gestrigen Tagesverlauf erreichte er mit 21.945 Punkten sogar sein altes Rekordhoch. Seit Jahresbeginn legte der DAX um zehn Prozent zu, nachdem er bereits 2024 um fast 19 Prozent gestiegen war. Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen schloss ebenfalls fester bei 27.283 Punkten, ein Anstieg von 1,15 Prozent.
US-Präsident Donald Trump kündigte am Wochenende neue Zölle von 25 Prozent auf Importe von Aluminium und Stahl an, die alle Länder, einschließlich Kanada und Mexiko, betreffen sollen. Trotz der protektionistischen Maßnahmen der USA bleiben die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft begrenzt, da Deutschland nur in geringem Maße Stahl exportiert. Vor allem exportstarke deutsche Unternehmen, insbesondere die Automobilindustrie, könnten bei weiteren Handelsbeschränkungen betroffen sein.
Die Europäische Zentralbank zeigte sich besorgt über die möglichen Auswirkungen eines Handelskriegs. Vizepräsident Luis de Guindos betonte die Notwendigkeit, einen solchen Konflikt zu vermeiden. Auch die Bundesregierung äußerte Bedenken, dass Stahl aus Asien, der nicht mehr in die USA exportiert werden kann, den europäischen Markt überschwemmen könnte.
Einzelne Aktien entwickelten sich besonders positiv. Die Siemens-Aktie erreichte mit 212,20 Euro ein Rekordhoch. Die T-Aktie stieg um 1,4 Prozent auf ein neues Mehrjahreshoch von 33,50 Euro, begünstigt durch die starke Performance von T-Mobile US, das in Kooperation mit Starlink Satelliten-Telefonie plant. An der Wall Street legten der Dow-Jones-Index, die Nasdaq und der S&P 500 ebenfalls zu.
Der Goldpreis erreichte ein neues Rekordhoch von 2.906,30 Dollar pro Unze, getrieben von Sorgen über die US-Zollpolitik. Der Ölpreis zog ebenfalls an, mit einem Anstieg von 1,6 Prozent für Brent-Rohöl auf 75,93 Dollar pro Barrel.
Die Deutsche Börse plant als Reaktion auf die hohe Marktkapitalisierung von SAP einen zweiten Leitindex ohne Kappungsgrenze. Borussia Dortmund verzeichnete im ersten Halbjahr 2024/2025 einen Gewinnrückgang aufgrund fehlender Transfererlöse. McDonald's überraschte positiv mit einem weltweiten Umsatzwachstum von 0,4 Prozent trotz Rückgängen im US-Geschäft.
