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DAX im Aufwind nach US-Hoffnungen

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DAX im Aufwind nach US-Hoffnungen

Der deutsche Aktienmarkt hat seinen Aufwärtstrend am Mittwoch fortgesetzt und deutlich zugelegt. Der DAX stieg um 1,22 Prozent auf 24.381 Punkte und setzte damit seine jüngste Erholung eindrucksvoll fort. Treiber waren erfreuliche Quartalszahlen mehrerer DAX-Konzerne sowie positive Vorgaben von der Wall Street. In den USA erreichte der Dow Jones ein neues Rekordhoch von 48.286 Punkten und beflügelte damit die Stimmung an den europäischen Märkten.

Hoffnungen auf ein baldiges Ende des längsten Regierungsstillstands in der US-Geschichte gaben den Kursen zusätzlichen Auftrieb. Das Repräsentantenhaus in Washington beriet über einen Übergangshaushalt, der den sogenannten „Shutdown“ beenden soll. Eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern gilt als wahrscheinlich. Damit könnte wieder mehr Klarheit über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank entstehen.

Auch die historische Betrachtung stützt den Optimismus an den Märkten. Laut Experten der Fürst Fugger Privatbank stehen die Chancen auf eine starke Jahresendrally gut, da Börsenjahre mit einem deutlichen Plus bis Oktober statistisch oft mit zwei weiteren starken Monaten enden. ING-Analysten erwarten nach der jüngsten Rally zwar eine kurzfristige Korrektur, sehen den übergeordneten Aufwärtstrend jedoch intakt.

Unter den deutschen Einzelwerten zählten RWE, Infineon und Bayer zu den größten Gewinnern. RWE profitierte von einem unerwartet hohen Gewinn in den ersten neun Monaten, während Infineon durch den wachsenden Bedarf an Chips für KI-Rechenzentren Auftrieb erhielt. Auch Bayer überraschte mit besseren Zahlen als erwartet. Am unteren Ende des DAX stand E.ON mit einem Kursverlust von rund drei Prozent.

Im MDAX sorgte Aixtron für Aufsehen: Nach einer Kaufempfehlung der Bank of America erreichte die Aktie ein neues Jahreshoch. Der Titel hat innerhalb von zwei Wochen fast 40 Prozent gewonnen. Auch TUI legte vorläufige Geschäftszahlen vor und erzielte dank eines starken Kreuzfahrtgeschäfts ein besseres Ergebnis als prognostiziert.

An den Rohstoffmärkten fielen die Ölpreise deutlich, während Gold nach anfänglicher Schwäche am Nachmittag zulegen konnte. Der Euro notierte leicht stärker bei 1,1593 Dollar. Die Wirtschaftsweisen senkten ihre Wachstumsprognose für 2026 geringfügig auf 0,9 Prozent und betonten, dass die aktuellen Investitionen in Klimaschutz und Infrastruktur bisher nur begrenzt Wachstumsimpulse liefern.

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