DAX im Aufwind durch Quartalszahlen und Hoffnung
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag überwiegend freundlich tendiert. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,69 Prozent bei 22.425 Punkten und näherte sich damit seinem Tageshoch von 22.455 Punkten. Auch der MDAX legte zu und beendete den Handel mit einem Anstieg von 0,44 Prozent auf 28.432 Punkte. Getrieben wurde die Entwicklung durch eine Reihe positiver Unternehmensberichte sowie durch leichte Entspannungssignale im Zollstreit zwischen den USA und der Automobilindustrie. Die Berichtssaison in Deutschland nimmt an Fahrt auf, nachdem sie in den USA bereits zuvor begonnen hatte. Mehrere DAX-Konzerne sowie Unternehmen der zweiten Reihe veröffentlichten ihre Zahlen, die überwiegend solide ausfielen.
Die politischen Spannungen in Handelsfragen schwächten sich leicht ab. Aussagen aus dem Weißen Haus ließen vermuten, dass US-Präsident Donald Trump plant, bestimmte Zölle auf importierte Autoteile zu überdenken, um die heimische Autoindustrie nicht zusätzlich zu belasten. Dies sorgte für ein gewisses Maß an Beruhigung an den Finanzmärkten. Trotz positiver Tendenzen blieb das Handelsvolumen gering, was auf eine weiterhin vorsichtige Haltung vieler Anleger hinweist. Der DAX bewegte sich über den Tag nur in einer relativ engen Spanne zwischen 22.319 und 22.455 Punkten.
Das GfK-Konsumklima in Deutschland zeigte sich im Mai überraschend verbessert. Der Index stieg um 3,7 Punkte auf minus 20,6 Zähler. Dies wurde als Zeichen gewertet, dass Verbraucher trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten wieder etwas mehr Vertrauen fassen. An der Wall Street drehten die wichtigsten Indizes am Mittag ins Plus. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq legten leicht zu, gestützt durch eine Vielzahl von Quartalsberichten großer US-Unternehmen, darunter Coca-Cola, Pfizer und General Motors.
Der US-Autobauer GM setzte aufgrund der Zollunsicherheiten seine Prognosen aus. Die Aktie gab daraufhin nach. Amazon brachte derweil die ersten Satelliten seines Internetprojekts Kuiper ins All, was als direkter Angriff auf das Starlink-System von Elon Musk gewertet wird. Das Weiße Haus kritisierte Amazon wegen möglicher Preisdarstellungen im Zusammenhang mit US-Zöllen. Gleichzeitig kündigte UPS den Abbau von 20.000 Stellen an und verwies auf rückläufige Sendungszahlen, insbesondere im Geschäft mit Amazon. In Europa sorgten starke Zahlen von Siemens Energy, Deutsche Bank und Rheinmetall für Kursgewinne. Dämpfer gab es dagegen bei Porsche und Lufthansa.
