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DAX im Abwärtstrend: Inflationssorgen erschüttern die Märkte

Von der Wall Street bis zur türkischen Lira - Globale Auswirkungen und Branchenbewegungen

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DAX im Abwärtstrend: Inflationssorgen erschüttern die Märkte

Die überraschend starke Inflation in den USA hat die Anleger weltweit nervös gemacht und den DAX tief ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex schloss den XETRA-Handel mit einem Verlust von 0,9 Prozent bei 16.547 Punkten ab. Dieser Rückgang kam nach anfänglichen Gewinnen und markiert möglicherweise den Beginn einer größeren Abwärtsbewegung. Besonders besorgniserregend aus charttechnischer Sicht ist der Rückfall des DAX unter sein Tief vom Dezember bei 16.626 Punkten, was eine neue Abwärtsrunde auslösen könnte. Die Sorge der Anleger rührt von der überraschend hohen Inflationsrate in den USA her, die die Federal Reserve (Fed) dazu veranlassen könnte, die ersehnte Lockerung der Geldpolitik aufzuschieben.

Auch an der Wall Street verzeichnete man negative Entwicklungen. Der Dow Jones, der zunächst ein Rekordhoch erreicht hatte, fiel um 0,7 Prozent, der S&P 500 um 0,8 Prozent und der Nasdaq 100 um 1,0 Prozent. Die Veröffentlichung der US-Inflationsrate für Dezember war der Auslöser für diese Kursverluste. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,4 Prozent, während Volkswirte im Durchschnitt mit 3,2 Prozent gerechnet hatten. Diese anhaltende Inflation verringert die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinssenkung der Fed, wie ING-Ökonom James Knightley betonte.

Besonders besorgniserregend ist die hohe Kerninflationsrate von 3,9 Prozent, die die US-Notenbank genau im Blick hat. Diese Rate, die die Teuerung unter Ausschluss der volatilen Energie- und Lebensmittelpreise misst, spiegelt den allgemeinen Preistrend besser wider als die Gesamtrate. Zudem zeigt sich der US-Arbeitsmarkt überraschend robust, da die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weniger waren als erwartet. Diese Faktoren könnten die Fed dazu veranlassen, ihre Zinssenkungspläne zu überdenken.

Auch am Devisenmarkt reagierte man auf die gesunkenen Erwartungen an Zinssenkungen, was den Dollar stärkte und den Euro schwächte. Die türkische Lira hingegen fiel aufgrund hoher Inflation und wirtschaftlicher Probleme auf ein Rekordtief gegenüber dem Dollar und dem Euro. Der Bitcoin-Kurs zeigte nach anfänglichen Gewinnen ebenfalls eine Abwärtsbewegung, nachdem die Wertpapieraufsicht SEC den Weg für börsengehandelte Bitcoin-Fonds freigemacht hatte.

Die Ölpreise stiegen kräftig an, nachdem im Golf von Oman ein griechischer Öltanker von Bewaffneten gekapert wurde und der Iran die "Beschlagnahme" des Tankers meldete. Dieser Vorfall erhöhte die Spannungen in der Region und trieb die Preise für ein Barrel der Nordseesorte Brent um 2,4 Prozent auf 78,67 Dollar.

Die Deutsche Bank geriet in die Schlagzeilen, da die spanische Börsenaufsicht Untersuchungen wegen möglicher Verstöße bei Derivategeschäften mit spanischen Kunden einleitete. Die Aktien der Deutschen Bank verzeichneten einen Abschlag von 4,3 Prozent. Hingegen konnte Airbus seinen Konkurrenten Boeing erneut hinter sich lassen, indem das Unternehmen 735 Verkehrsflugzeuge an Kunden auslieferte und einen Auftragsbestand von fast 8.600 Flugzeugen verzeichnete.

Audi konnte seinen Absatz um 17 Prozent steigern, während Mercedes-Benz stagnierte und BMW seinen Absatz um 7,3 Prozent steigerte. Siemens kündigte die Übernahme des niederländischen Unternehmens Heliox an, um sein Geschäft mit Ladesäulen für Elektro-Lkw und -Busse auszubauen.

Im MDAX erzielte die Rational-Aktie ein Plus von über sechs Prozent, da das Unternehmen im letzten Quartal des Jahres besser abschnitt als erwartet. In anderen Bereichen gab es jedoch auch Verlierer, wie die Redcare Pharmacy-Aktie, die aufgrund einer Abstufung durch Warburg Research um rund vier Prozent fiel.

Der Biosprit-Hersteller Verbio erlebte einen Kurseinbruch von 13,1 Prozent, nachdem die Deutsche Bank die Aktie von "Buy" auf "Sell" herabgestuft hatte. Auf der positiven Seite konnte sich Süss Microtec mit einem Plus von 6,1 Prozent an die Spitze des SDAX setzen.

In der Welt des Sports wurde der Wechsel von Jadon Sancho zu Borussia Dortmund bekanntgegeben. Der englische Nationalspieler von Manchester United wechselt auf Leihbasis zum Fußball-Bundesligisten. Zudem verdrängte Microsoft Apple von der Spitzenposition bei der Börsenbewertung.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA startete eine formelle Untersuchung der Sicherheitsprobleme bei Boeing nach der Notlandung einer 737 MAX von Alaska Airlines aufgrund einer herausgebrochenen Kabinenwand.

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