DAX hält sich trotz US-Inflationsanstieg stabil
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Der DAX hat gestern nach der Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten sein hohes Niveau weitgehend verteidigt. Der Index schloss am Handelstag mit einem Rückgang von 0,23 Prozent bei 19.210 Punkten, nachdem er sich im Tagesverlauf zwischen 19.145 und 19.285 Punkten bewegt hatte. Die Anleger reagierten insgesamt gelassen auf die Inflationsdaten, die höher ausfielen als erwartet. Auch der MDAX der mittelgroßen Werte verzeichnete einen Rückgang und schloss mit einem Minus von 0,71 Prozent bei 26.745 Zählern.
Die US-Inflation stieg im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent, was leicht über den Erwartungen der Analysten lag. Die Kerninflationsrate, die besonders von der US-Notenbank Fed beachtet wird, erhöhte sich von 3,2 Prozent im August auf 3,3 Prozent im September. Diese Zahlen schmälern die Erwartungen einer deutlichen Zinssenkung durch die Fed im November. Eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte wird jedoch weiterhin als wahrscheinlich angesehen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stiegen ebenfalls stärker als erwartet, was die Erwartungen für die Zinsentwicklung weiter unklar lässt.
An den Devisenmärkten reagierte der Euro nur leicht auf die Inflationsdaten und stand am späten Nachmittag bei 1,0926 Dollar. Auch am Rentenmarkt gab es moderate Bewegungen, mit einem leichten Anstieg der Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen auf über 2,26 Prozent. In den USA lagen die Renditen für Staatsanleihen gleicher Laufzeit bei 4,10 Prozent.
Im Unternehmenssektor zeigten sich gestern besonders die Rückversicherer stark. Die Aktien der Münchener Rück stiegen um fast drei Prozent und erreichten erstmals die Marke von 500 Euro. Auch die Aktien der Hannover Rück notierten fester und erreichten mit 259,20 Euro beinahe ein neues Rekordhoch. Hintergrund waren Erwartungen höherer Prämien aufgrund der Hurrikansaison in Florida.
Im Gegensatz dazu verzeichnete der Rüstungskonzern Rheinmetall Verluste und schloss mit einem Rückgang von 3,4 Prozent am DAX-Ende. Hintergrund waren Berichte über mögliche Friedensgespräche in der Ukraine, die den Aktienkurs belasteten. Die Deutsche Telekom konnte hingegen dank positiver Meldungen über eine geplante Dividendenerhöhung um knapp 1,7 Prozent zulegen.
