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DAX gibt Gewinne ab nach Rekordhoch

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DAX gibt Gewinne ab nach Rekordhoch

Der DAX erreichte zum Handelsbeginn ein neues Rekordhoch von 21.520 Punkten, konnte dieses Niveau jedoch nicht halten und rutschte im Verlauf leicht ins Minus. Am Ende des Handelstages schloss der deutsche Leitindex mit einem Rückgang von 0,1 Prozent bei 21.394 Punkten. Damit wurde die jüngste Kursrally vorerst unterbrochen.

Trotz des Rücksetzers verzeichnete der DAX eine erfolgreiche Handelswoche mit einem Plus von rund 2,3 Prozent. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Zuwachs auf 7,4 Prozent. Besonders große Unternehmen im DAX, die sogenannten "big caps", blieben gefragt. Im Vergleich zum Rentenmarkt, wo zehnjährige Bundesanleihen eine Rendite von etwa 2,5 Prozent bieten, erscheinen Aktien weiterhin attraktiv. Technische Analysten verweisen darauf, dass ein positiver Januar statistisch oft ein gutes Börsenjahr nach sich zieht. Der MDAX der mittelgroßen Werte konnte sich um 0,59 Prozent auf 26.108 Punkte verbessern.

Die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur Handelspolitik gegenüber China beeinflussten die Märkte. Trump signalisierte, dass er Zölle als Druckmittel sehe, sie aber nach Möglichkeit vermeiden wolle. Die Hoffnungen auf eine weniger strenge Zollpolitik ließen Aktien aus China-abhängigen Branchen, insbesondere aus der Automobilindustrie, profitieren. Die Aktie der Porsche AG war mit einem Tagesgewinn von 2,7 Prozent der Spitzenreiter im DAX.

An der Wall Street war eine Konsolidierung nach einer jüngsten Rally zu beobachten. Der S&P 500 erreichte mit 6.128 Punkten ein neues Rekordhoch, bewegte sich aber insgesamt kaum. Der Dow Jones und die Nasdaq verzeichneten keine größeren Kursbewegungen. Unternehmensberichte rückten in den Fokus. Boeing meldete einen unerwartet hohen Verlust von 5,46 Dollar pro Aktie, was unter den Erwartungen der Analysten lag. Texas Instruments enttäuschte mit seiner Gewinnprognose für das laufende Quartal und verzeichnete ein Kursminus von 6,4 Prozent. Dagegen erzielte American Express ein Rekordjahr, doch die Aktie gab nach einer starken Performance seit November 2023 nach. Verizon konnte mit einem deutlichen Zuwachs an Neukunden punkten und führte den Dow Jones an.

Der Euro gewann gegenüber dem US-Dollar an Stärke und stieg um 0,9 Prozent auf 1,0511 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0472 Dollar fest. Trump forderte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Zinssenkung durch die US-Notenbank, was für Bewegung am Devisenmarkt sorgte. Die Federal Reserve dürfte laut Experten jedoch vorerst an ihrer aktuellen Geldpolitik festhalten.

Konjunkturdaten aus Deutschland gaben Anlass zur Hoffnung, dass die Rezession überwunden sein könnte. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft stieg im Januar auf 50,1 Punkte und damit erstmals seit sechs Monaten über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die US-Wirtschaft zeigte hingegen ein nachlassendes Wachstumstempo. Der Einkaufsmanagerindex fiel auf 52,4 Punkte, das geringste Wachstum seit neun Monaten. Besonders der Dienstleistungssektor verlor an Dynamik.

Die Ölpreise legten nach einem vorherigen Rückgang wieder leicht zu. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 78,24 Dollar. Marktbeobachter sprachen von einer technischen Gegenreaktion nach Trumps Ankündigung, die OPEC zu niedrigeren Ölpreisen zu drängen. Der Goldpreis näherte sich seinem Rekordhoch und notierte bei 2.781 Dollar je Feinunze. Die Forderung Trumps nach niedrigeren Zinssätzen verstärkte die Nachfrage nach dem Edelmetall.

Unter den deutschen Einzelwerten stach Rheinmetall hervor. Die Aktie markierte mit 743,60 Euro ein neues Rekordhoch und hat seit Jahresbeginn bereits 21 Prozent zugelegt. Hintergrund sind Erwartungen steigender Verteidigungsausgaben in NATO-Staaten. Zudem hob die UBS ihr Kursziel für Rheinmetall von 630 auf 805 Euro an.

Im Bankensektor lehnte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp laut Medienberichten ein informelles Treffen mit Unicredit-Chef Andrea Orcel ab. Stattdessen forderte sie ein schriftliches Angebot für mögliche Fusionsgespräche. Bei Ericsson belastete ein schwaches Indien-Geschäft das Quartalsergebnis, das unter den Markterwartungen blieb. Die Aktie fiel um knapp zwölf Prozent, was den größten Kursrückgang seit zweieinhalb Jahren darstellt.

Tesla präsentierte in den USA eine überarbeitete Version des Model Y. Das Elektrofahrzeug wird zu einem Einstiegspreis von 59.990 Dollar angeboten, die Auslieferungen sollen im März beginnen.

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