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DAX fällt weiter im Sog der Wall Street

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DAX fällt weiter im Sog der Wall Street

Der deutsche Aktienmarkt hat die vergangene Woche mit deutlichen Verlusten beendet. Nervöse Anleger trennten sich von ihren Wertpapieren, nachdem neue Sorgen über die hohe Bewertung von KI-Unternehmen den globalen Börsen zusetzten. Der DAX verlor am Freitag 0,69 Prozent auf 23.569 Punkte und rutschte damit weiter von der Marke von 24.000 Zählern ab. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von rund 1,6 Prozent. Auch der MDAX gab 0,57 Prozent nach.

Hauptgrund für die Zurückhaltung der Investoren ist der anhaltende Abwärtstrend an der Wall Street. Die dortigen Indizes, die zuletzt stark von Technologieaktien getragen wurden, gerieten infolge wachsender Zweifel an der Bewertung von KI-Schwergewichten wie Nvidia zunehmend unter Druck. Analysten halten eine Korrektur für unausweichlich, nachdem die Kurse in den vergangenen Monaten auf außergewöhnliche Höhen gestiegen waren. Der Nasdaq verlor zuletzt mehr als zwei Prozent, während der Dow Jones und der S&P 500 ebenfalls deutlich nachgaben.

Parallel verschärft der längste Regierungsstillstand in der Geschichte der USA die Unsicherheit. Durch den sogenannten Shutdown fehlen wichtige Wirtschaftsdaten der Behörden, darunter der monatliche Arbeitsmarktbericht. Diese Informationen gelten als entscheidend für die Zinsentscheidungen der US-Notenbank. Fed-Chef Jerome Powell dämpfte die Erwartungen an eine Zinssenkung im Dezember, was den Dollar stärkte, bevor dieser im Tagesverlauf wieder nachgab. Der Euro kostete am Freitagabend 1,1579 Dollar.

Auch das Verbrauchervertrauen in den USA ist stark gefallen. Die Universität Michigan meldete einen Rückgang ihres Indexes auf 50,3 Punkte. Ökonomen sehen darin ein Zeichen wachsender Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen des Regierungsstillstands. Erste Auswirkungen zeigen sich im Flugverkehr: Mehr als 800 Inlandsflüge wurden gestrichen, da Fluglotsen ohne Bezahlung arbeiten und vermehrt Krankmeldungen eingingen.

Unter den Unternehmensnachrichten sorgte Tesla für Aufmerksamkeit. Die Aktionäre stimmten mit großer Mehrheit einem Vergütungsplan zu, der CEO Elon Musk ein Aktienpaket im Wert von einer Billion Dollar in Aussicht stellt, sofern ambitionierte Unternehmensziele erreicht werden. Siemens erhielt derweil einen Milliardenauftrag aus der Schweiz über den Bau von bis zu 200 neuen Doppelstockzügen. Der Rüstungskonzern Rheinmetall kündigte an, künftig Satellitenkomponenten in Deutschland zu fertigen.

Während Daimler Truck im dritten Quartal deutliche Gewinneinbußen verzeichnete, profitierte Hensoldt weiter vom europäischen Rüstungsboom. Dagegen setzte sich die Talfahrt der Delivery-Hero-Aktie fort, die um fast zehn Prozent fiel. Analysten halten eine Übernahme durch einen Konkurrenten inzwischen für möglich.

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