DAX fällt unter 24.000-Punkte-Marke
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Der DAX hat seinen freundlichen Wochenauftakt nicht halten können und ist unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten gefallen. Nach einem anfänglichen Plus verlor der deutsche Leitindex im gestrigen Tagesverlauf an Boden und schloss letztlich mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 23.909 Zählern. Damit blieb der Juni ein verlustreicher Monat für den DAX, der bereits Ende Mai mit 23.997 Punkten aus dem Handel gegangen war. Trotz des Rücksetzers zeigen sich Analysten zuversichtlich, was die Entwicklung im Juli betrifft, den sie saisonal als günstigen Börsenmonat einschätzen.
Unterdessen ist die Inflation in Deutschland im Juni überraschend auf 2,0 Prozent gesunken. Noch im Mai hatte die Teuerungsrate bei 2,1 Prozent gelegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind vor allem gesunkene Energiepreise für die Entwicklung verantwortlich. Die Aussicht auf weiter nachlassenden Preisdruck im Euroraum könnte Spekulationen über zusätzliche Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank fördern.
Auch international beeinflussen geldpolitische Erwartungen die Märkte. In den USA rechnen Beobachter mit einer baldigen Zinssenkung der Notenbank Fed. Allerdings dämpfte Fed-Vertreter Raphael Bostic diese Hoffnung. Er erwartet nur eine Zinssenkung im laufenden Jahr und verwies auf die solide Lage am Arbeitsmarkt. Der Euro konnte gegenüber dem Dollar zulegen und erreichte mit 1,1766 US-Dollar ein Niveau, das zuletzt im September 2021 notiert wurde.
An der Wall Street verzeichneten der S&P 500 und der Nasdaq 100 neue Rekordstände. Grund für die Kursgewinne waren unter anderem die zurückgezogene Digitalsteuer in Kanada, die sich gegen US-Technologiekonzerne gerichtet hatte. Apple, Alphabet und Meta legten deutlich zu. Der Schritt gilt als Zeichen für neue Hoffnung in den Handelsgesprächen zwischen den USA und Kanada. Auch zwischen den Vereinigten Staaten und der EU laufen derzeit Gespräche zur Beilegung des Handelsstreits.
Im Inland sorgt die Entscheidung der Sparkassen, künftig den Zugang zu Kryptowährungen zu ermöglichen, für Aufmerksamkeit. Über die Dekabank sollen Kunden der Sparkassen-Gruppe künftig in Bitcoin und Ether investieren können. Eine aktive Bewerbung der Angebote ist allerdings nicht geplant. Der Goldpreis stieg parallel um 0,6 Prozent, was unter Anlegern als Signal für eine verstärkte Risikoabsicherung gewertet werden könnte.
