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DAX fällt trotz neuem Rekordhoch zurück

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 DAX fällt trotz neuem Rekordhoch zurück

Der DAX hat am Mittwoch erneut einen Höchststand erreicht, schloss den Handelstag jedoch mit einem Minus. Am Morgen notierte der deutsche Leitindex bei 24.325 Punkten und stellte damit eine neue Bestmarke auf, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten und der DAX schließlich mit einem Rückgang von 0,78 Prozent bei 24.038 Punkten schloss. Der Handel findet auch am bevorstehenden Feiertag in Frankfurt statt.

Bereits am Vortag hatte der DAX einen Rekordstand verzeichnet. Die technische Analyse deutet ein solches Hoch als starkes Kaufsignal, was sich zuletzt in einer anhaltenden Aufwärtsdynamik widerspiegelte. Anleger ließen sich von der Angst leiten, mögliche Kursanstiege zu verpassen, was zu reflexartigen Käufen führte. Marktbeobachter betonen jedoch, dass der Aufwärtstrend stark von der Charttechnik getrieben sei, da die fundamentale Lage mit Blick auf globale Handelskonflikte weiterhin angespannt bleibt. Diese Konflikte wirken sich negativ auf Exporte und Unternehmensgewinne aus.

Die US-Börsen beeinflussten ebenfalls die Stimmung. Während der Dow Jones rund 0,4 Prozent verlor, legte der Nasdaq 100 um 0,2 Prozent zu. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der Chiphersteller Nvidia, dessen Quartalszahlen nach Börsenschluss erwartet werden. Angesichts eines Kurszuwachses von 56 Prozent seit April sind die Erwartungen hoch. Marktteilnehmer sehen ein Enttäuschungspotenzial, sollte das Unternehmen die Markterwartungen nicht übertreffen.

Der Euro steht weiter unter Druck. Er verlor 0,4 Prozent auf 1,1291 Dollar. Ausschlaggebend waren unter anderem die um 1,7 Prozent gesunkenen Importpreise in Deutschland sowie schwache Inflationsdaten aus Frankreich, die Spekulationen über Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank verstärkten.

Bei den Rohstoffen steigen die Ölpreise. Ursache sind neue US-Beschränkungen für Chevron in Venezuela sowie die Aussicht auf weitere Sanktionen gegen Russland. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 64,80 Dollar je Barrel.

Die Trump Media and Technology Group plant unterdessen eine Großinvestition in Bitcoin. Das Unternehmen will 2,5 Milliarden Dollar aufbringen, vorwiegend durch Aktienverkäufe und Wandelanleihen, um das Kapital in die Kryptowährung zu investieren.

Im DAX zeigten sich Autotitel zwischenzeitlich fester, nachdem bekannt wurde, dass BMW, Mercedes und VW mit dem US-Handelsministerium über Zollerleichterungen verhandeln. Im Gegenzug sind Investitionen in den USA geplant. Rheinmetall erreichte ein neues Allzeithoch, nachdem die UBS das Kursziel auf 2.200 Euro anhob.

Eine Klimaklage eines peruanischen Landwirts gegen RWE wurde vom Oberlandesgericht Hamm abgewiesen. Der Kläger hatte eine Beteiligung an Schutzmaßnahmen gegen Überflutungen gefordert. Der Immobilienkonzern Aroundtown profitierte im ersten Quartal von gestiegenen Mieten. Gerresheimer-Aktien legten nach Übernahmespekulationen zu. UniCredit erhöhte ihre Beteiligung an der griechischen Alpha Bank auf 20 Prozent.

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