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DAX fällt erneut unter 24.000 Punkte

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DAX fällt erneut unter 24.000 Punkte

Der DAX hat nach einer kurzen Erholungsphase erneut an Boden verloren und schloss am Donnerstag deutlich im Minus. Mit einem Rückgang von 1,31 Prozent auf 23.734 Punkte fiel der Leitindex unter die Marke von 24.000 Punkten zurück. Ausschlaggebend waren schwächere Impulse von der Wall Street und eine Vielzahl von Unternehmenszahlen, die keine klare Richtung vorgaben. Der MDAX sank um 1,38 Prozent auf 28.968 Punkte. Analysten sehen den Markt weiterhin in einer Phase der Unsicherheit, da Rückschläge schnell gekauft, Gewinne jedoch ebenso rasch wieder abgegeben werden.

Unter den Einzeltiteln sorgte Zalando mit einem Kursanstieg von 7,3 Prozent für Aufmerksamkeit. Das Unternehmen übertraf zwar keine Erwartungen, lieferte aber solide Ergebnisse, die nach einer Schwächephase für Erleichterung sorgten. Rheinmetall und DHL legten ebenfalls zu, während die Papiere der Commerzbank und von Heidelberg Materials schwächer tendierten. Deutlich unter Druck stand die Aktie der Deutschen Börse, die rund vier Prozent verlor. Grund ist eine Kartelluntersuchung der EU-Kommission gegen den Frankfurter Börsenbetreiber und die US-Börse Nasdaq. Die Behörde prüft mögliche Wettbewerbsverstöße im Zusammenhang mit einer Kooperation aus dem Jahr 1999 im Bereich des Derivatehandels.

Positive Nachrichten kamen aus der deutschen Industrie, deren Produktion im September um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat zulegte. Dennoch bewerteten Ökonomen das Plus eher zurückhaltend. Sie sehen darin noch keine nachhaltige Trendwende. In den USA gerieten die Börsen am Donnerstag ebenfalls unter Druck. Der Dow Jones verlor rund ein Prozent, der Nasdaq-Index sogar zwei Prozent. Vor allem Tech-Aktien litten unter Gewinnmitnahmen nach zuvor kräftigen Kursanstiegen.

Im Fokus steht weiterhin Tesla, dessen Hauptversammlung über ein Vergütungspaket von bis zu 878 Milliarden Dollar für CEO Elon Musk entscheidet. Trotz Kritik von Investoren gilt eine Zustimmung als wahrscheinlich. Die Aktie gab im Tagesverlauf fünf Prozent nach.

Unter den übrigen DAX-Unternehmen präsentierte Henkel gemischte Quartalszahlen. Der Umsatz sank zwar, doch das Klebstoffgeschäft trug zu leichtem organischem Wachstum bei. Die Aktie legte am Ende leicht zu. Auch die Gea Group zeigte sich optimistisch und sieht sich auf Kurs zu den für 2025 angehobenen Zielen. Im MDAX gewann Hochtief 4,5 Prozent und profitierte von einer angehobenen Gewinnprognose, während Aixtron seine Kursrally fortsetzte. Der Chemiekonzern Lanxess hingegen erlitt mit einem Einbruch von mehr als zwölf Prozent einen herben Rückschlag, nachdem das Unternehmen vor einem weiterhin schwierigen Marktumfeld gewarnt hatte.

Auch auf Währungsseite zeigte sich Bewegung: Der Euro legte gegenüber dem US-Dollar um 0,4 Prozent auf 1,1540 Dollar zu, bleibt aber aus markttechnischer Sicht anfällig.

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