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DAX fällt deutlich unter 24.000 Punkte

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX fällt deutlich unter 24.000 Punkte

Der deutsche Aktienmarkt hat gestern kräftig nachgegeben. Der Leitindex DAX fiel deutlich unter die Marke von 24.000 Punkten, die er erst am Vortag kurzzeitig überschritten hatte. Am Ende des Handelstages stand ein Minus von 2,29 Prozent auf 23.487 Zähler zu Buche. Auch der MDAX der mittelgroßen Werte geriet unter Druck und verlor 2,76 Prozent auf 29.604 Punkte. Marktbeobachter führten die Schwäche auf eine Vielzahl von Risiken zurück, darunter steigende Zinsen, internationale Handelsstreitigkeiten sowie politische Unsicherheiten in Europa.

Besonders die konjunkturellen Folgen neuer US-Zölle und die gescheiterten Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg belasten die Stimmung. Hinzu kommt der anhaltende Machtkampf um die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank. Ein schwacher Handelsauftakt in den USA nach dem verlängerten Wochenende verstärkte die Abwärtsbewegung. Analysten verwiesen zudem auf Sorgen über die wachsende Staatsverschuldung Frankreichs, die die Finanzmärkte zunehmend beschäftigt.

Auch von der europäischen Konjunkturseite kamen gemischte Signale. Die Inflation in der Eurozone stieg im August leicht auf 2,1 Prozent und lag damit knapp über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Fachleute sehen darin keinen Grund zur unmittelbaren Sorge, weisen jedoch darauf hin, dass die Diskussion über mögliche Zinsschritte dadurch neu entfacht wird. Die Währungshüter hatten zuletzt eher für stabile Zinsen plädiert, während Faktoren wie ein starker Euro, die US-Zollpolitik und die schwächelnde Konjunktur auch Argumente für eine Zinssenkung liefern könnten.

In den USA drückte ein Gerichtsurteil zusätzlich auf die Märkte. Ein Berufungsgericht erklärte die meisten von Ex-Präsident Donald Trump verhängten Zölle für unzulässig. Sollte auch der Oberste Gerichtshof dies bestätigen, müsste die Regierung erhebliche Summen erstatten. Anleger befürchten steigende Staatsschulden und damit höhere Renditen am Anleihemarkt, was Aktien im Vergleich weniger attraktiv macht. Besonders die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete daraufhin Verluste von fast zwei Prozent. Werte wie Amazon, Nvidia, Apple, Microsoft und Meta gaben nach.

Der Euro rutschte im Zuge der Turbulenzen unter die Marke von 1,17 Dollar. Höhere Renditen bei europäischen Staatsanleihen und politische Unsicherheiten in Frankreich verstärkten den Druck. Parallel dazu erreichte Gold ein neues Rekordhoch von 3.508 Dollar je Feinunze. Die Aussicht auf eine mögliche Zinssenkung in den USA und die Suche nach sicheren Anlagen trieben den Preis zusätzlich.

Auch Unternehmensnachrichten bewegten die Märkte. Bei Volkswagen forderte Betriebsratschefin Daniela Cavallo ein Ende der Doppelrolle von Vorstandschef Oliver Blume, der gleichzeitig Porsche führt. SMA Solar warnte vor Verlusten, die Aktie brach daraufhin ein. Deutz kündigte den Einstieg in den Drohnensektor durch die Übernahme der Sobek Group an. Zudem wurde bekannt, dass Amazon sich einer Sammelklage wegen angeblich überhöhter Preise stellen muss.

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