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DAX fällt, Anleger verlieren Geduld

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DAX fällt, Anleger verlieren Geduld

Die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen in den USA und Fortschritte bei den Ukraine-Verhandlungen hatten die Märkte zuletzt gestützt, doch konkrete Ergebnisse bleiben aus. Anleger reagierten zur Wochenmitte mit Gewinnmitnahmen, der DAX rutschte um 0,6 Prozent auf 24.276,97 Punkte ab und erreichte damit den tiefsten Stand seit vier Handelstagen. Experten sehen den Leitindex weiterhin in einer Seitwärtsbewegung, die bereits seit Juni anhält. Zwar bleibt die Chance auf ein neues Rekordhoch bestehen, doch zugleich wächst die Gefahr einer Korrektur in den traditionell schwächeren Monaten August und September. Anfang Juli hatte der DAX mit 24.639 Punkten ein Allzeithoch erreicht.

Auch an der Wall Street zeigen sich die Märkte uneinheitlich. Während der Dow Jones leicht um 0,1 Prozent zulegte, verlor der Nasdaq 100 über ein Prozent, nachdem der Technologieindex bereits am Vortag 1,5 Prozent eingebüßt hatte. Die hohen Bewertungen im Tech-Sektor stoßen zunehmend auf Skepsis, hinzu kommen Sorgen über mögliche Eingriffe der US-Politik in die Branche.

Im Fokus der Anleger steht die Geldpolitik. Das Notenbanktreffen in Jackson Hole beginnt morgen, die Rede von Fed-Chef Jerome Powell ist für Freitag angesetzt. Marktteilnehmer erhoffen sich Hinweise auf den weiteren Kurs der US-Notenbank. Laut Fed Watch Tool rechnen derzeit 83 Prozent mit einer Zinssenkung um 0,25 Punkte im September, vor einer Woche waren es noch 94 Prozent. Die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der Fed am Abend soll weitere Einblicke geben.

Begleitet wird die Debatte von politischen Tönen. Ex-Präsident Donald Trump warf Powell erneut schwere Fehler vor und forderte den Rücktritt von Fed-Gouverneurin Lisa Cook. Hintergrund sind Vorwürfe, sie habe unzutreffende Angaben bei Immobiliengeschäften gemacht. Eine Anklage gibt es bislang nicht.

Neben der Zinspolitik bleibt die Ukraine im Blickpunkt. US-Präsident Trump strebt ein direktes Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin an. Ob Russland von seinen Maximalforderungen abrücken könnte, ist allerdings offen. Fachleute sehen daher bislang wenig Anzeichen für ein baldiges Ende des Krieges.

Der Euro legte leicht zu und wurde bei 1,1654 Dollar gehandelt. Am Rohstoffmarkt zog der Goldpreis auf 3.342 Dollar je Feinunze an, Öl verteuerte sich nach überraschend stark gesunkenen US-Lagerbeständen auf 66,87 Dollar pro Barrel.

Unter den deutschen Einzelwerten standen Technologietitel unter Druck. Infineon gehörte zu den größten DAX-Verlierern, Suss Microtec rutschte auf ein Jahrestief. Porsche plant, seine Batterietochter Cellforce weitgehend einzustellen, womit rund 200 Arbeitsplätze bedroht sind. TAG Immobilien erholte sich nach einer Kapitalerhöhung, während K+S nach einer Abstufung auf „Sell“ deutlich nachgab. In den USA richtet sich der Blick auf Google, das sein neues Pixel-10-Smartphone vorstellen will.

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