DAX erreicht Rekordhoch dank EZB-Zinssenkung
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Der DAX erreichte gestern ein neues Rekordhoch, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt verkündet hatte. Die Zinssenkung fiel wie erwartet aus und der Leitindex kletterte auf 19.674 Punkte, bevor er den Handel bei 19.583 Punkten abschloss. Auch der MDAX stieg um 0,36 Prozent. Der Leitzins liegt nun bei 3,25 Prozent. Diese Entscheidung war die zweite Zinssenkung der EZB innerhalb von fünf Wochen, was es seit 13 Jahren nicht mehr gegeben hat. Zentralbankchefin Christine Lagarde betonte, dass die Inflationsrisiken eher abwärts gerichtet seien und das Vorgehen der EZB datenbasiert bleibe.
Im Euroraum sank die Inflation im September auf 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der Energiepreise um 6,1 Prozent. Dies ist der niedrigste Inflationsstand seit dreieinhalb Jahren. Positive Unternehmensnachrichten trugen ebenfalls zur guten Stimmung an den Börsen bei. Die Aktie des Pharma- und Laborzulieferers Sartorius stieg um über 16 Prozent, nachdem das Unternehmen für das dritte Quartal eine Stabilisierung der Geschäfte gemeldet hatte. Der Darmstädter Konzern Merck profitierte ebenfalls und verzeichnete einen Kurszuwachs von über sieben Prozent. Merck setzt verstärkt auf den Bereich Künstliche Intelligenz und hob seine Mittelfristziele in der Elektronik-Sparte an.
Auch an der New Yorker Börse erreichten die Indizes neue Höchststände. Der marktbreite S&P-500 stieg in den ersten Handelsminuten auf eine Bestmarke von 5.878 Punkten, während der Dow Jones und die Nasdaq ebenfalls im Plus lagen. Besonders die guten Ergebnisse von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) heizten die Stimmung im Chipsektor an. TSMC verzeichnete einen Gewinnsprung von 54,2 Prozent und erhöhte die Prognose für das vierte Quartal. Nvidia und andere Chipaktien profitierten ebenfalls von diesen positiven Nachrichten.
Im Dow Jones war Travelers der stärkste Einzelwert, nachdem der Versicherer im dritten Quartal einen Gewinnsprung verzeichnete. Auch die Einzelhandelsumsätze in den USA übertrafen im September die Erwartungen und stiegen um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Euro fiel unterdessen auf 1,0837 Dollar, belastet durch schwache Auftragszahlen der deutschen Industrie. Die offenen Bestellungen in der deutschen Industrie gingen im August um 1,0 Prozent zurück.
