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DAX erreicht neues Rekordhoch – Unsicherheit an der Wall Street

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX erreicht neues Rekordhoch – Unsicherheit an der Wall Street

Der deutsche Leitindex DAX erreichte gestern ein historisches Allzeithoch von 16.336 Punkten, ein Anstieg um fünf Punkte gegenüber dem vorherigen Rekord. Das Plus von 0,5 Prozent am Xetra-Handel spiegelt die optimistische Stimmung der Anleger wider. Die Erwartung einer Zinspause in den USA treibt den Markt an. Es herrschte jedoch Uneinigkeit über die weiteren Entwicklungen nach der Zinspause.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat gestern Abend schließlich beschlossen, eine Pause bei den Zinserhöhungen einzulegen. Der deutliche Rückgang der Inflation in den USA im Mai ging auf eine entsprechende Erwartung zurück. Die gestrigen Erzeugerpreisdaten unterstützen ebenfalls diese Annahme, da sie mit einem moderaten Anstieg von 1,1 Prozent im Jahresvergleich überraschten.

An der Wall Street spiegelte sich die Zinserwartung bereits in den Kursen wider. Der Dow Jones notiert eineinhalb Stunden nach Handelsbeginn 0,23 Prozent im Minus. Die Unsicherheit über die weitere Geldpolitik der US-Notenbank belastet die Stimmung.

Auch der japanische Nikkei-Index verzeichnete einen Anstieg um 1,5 Prozent und erreichte ein neues 33-Jahres-Hoch von 33.502 Punkten. Die Aussicht auf eine mögliche Zinspause in den USA und die Erwartung einer weiterhin lockeren Geldpolitik der Bank of Japan stützen den Markt.

Der Euro zeigte vor der Zinsentscheidung in den USA Stärke und stieg über die Marke von 1,08 Dollar. Aktuell liegt der Wechselkurs bei 1,0857 Dollar für einen Euro.

Die Ölpreise gaben am Nachmittag nach Bekanntgabe der wöchentlichen Öllagerbestände der USA nach. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostet derzeit 73,59 Dollar, ein Rückgang um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vortag. Die gestiegenen amerikanischen Ölreserven, die unerwartet um 7,9 Millionen Barrel auf 467,1 Millionen Barrel angestiegen sind, belasten den Markt. Analysten hatten einen Rückgang um 1,5 Millionen Barrel erwartet.

In Deutschland deuten die rückläufigen Großhandelspreise im Mai auf eine weitere Abschwächung der Inflation hin. Aufgrund günstigerer Energiekosten sanken die Großhandelspreise um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies ist der stärkste Rückgang seit Juli 2020, als die Corona-Pandemie ökonomische Turbulenzen verursachte. Im April gab es bereits einen Rückgang um 0,5 Prozent.

Im DAX verzeichnete die Vorzugsaktie von Volkswagen überdurchschnittliche Gewinne. Der Autobauer plant, seine Kernmarke VW in den nächsten drei Jahren durch Effizienzsteigerung und Einsparungen um zehn Milliarden Euro zu stärken. Das Ziel ist eine Rendite von 6,5 Prozent bis 2026. Im Jahr 2022 betrug die Rendite 3,6 Prozent. Eine engere Verzahnung der Produktion von VW mit den Schwestermarken Skoda und Seat ist Teil der Strategie, um VW zukunftsfähig aufzustellen.

Airbus rechnet in den nächsten 20 Jahren mit einem steigenden Bedarf an Passagier- und Frachtflugzeugen. Der Flugzeughersteller prognostiziert weltweit einen Bedarf von voraussichtlich 40.850 neuen Verkehrsmaschinen zwischen 2023 und 2042. Dies sind 1360 Maschinen mehr als die vorherige Prognose für die nächsten zwei Jahrzehnte. Der verstärkte Austausch von Flotten durch effizientere Maschinen ist ein Hauptgrund für die gestiegene Nachfrage.

TUI Deutschland profitiert trotz hoher Inflation von einer starken Nachfrage. Die Sommersaison verläuft positiv, mit Gästezahlen, die erstmals seit 2019 wieder über dem Vorjahresniveau liegen. Der Reisekonzern hat daher zusätzliche Kontingente in einigen Zielgebieten nachbestellt.

Der Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen erholt sich weiter von den Auswirkungen der Corona-Krise. Im Mai wurden rund 5,1 Millionen Passagiere gezählt, ein Anstieg um 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch liegt das Passagieraufhttps://content.dot-news.de/admin/plugins/content-manager/collectionType/application::article.article?page=1&pageSize=100&_sort=newsDate:DESCkommen immer noch 17,5 Prozent unter dem Niveau von Mai 2019, vor Ausbruch der Pandemie. Im Frachtgeschäft ging das Aufkommen im Mai erneut zurück, mit einem Rückgang von 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Technologieinvestor Silver Lake senkte aufgrund mangelnder Akzeptanz die Mindestannahmeschwelle in seinem Übernahmeangebot für die Software AG. Der Verzicht auf die Schwelle von 50 Prozent plus eine Aktie verdeutlicht die langfristige Unterstützung für den Softwareanbieter. Die Annahmefrist wurde bis zum 28. Juni verlängert.

Die Aktie von HHLA geriet unter Abgabedruck, nachdem der Hafenbetreiber bekannt gab, dass Finanzchefin Tanja Dreilich ihr Vorstandsmandat Ende Juni niederlegen und das Unternehmen zum Jahresende verlassen wird. Rücktritte von Finanzvorständen werden an der Börse oft negativ bewertet.

Der britische Ölkonzern Shell plant höhere Dividenden und Aktienrückkäufe, um das Vertrauen der Aktionäre zurückzugewinnen. Die Gesamtausschüttung an die Aktionäre soll 30 bis 40 Prozent des Cashflows betragen, im Vergleich zu bisher 20 bis 30 Prozent. Dazu gehört eine Dividendenerhöhung um 15 Prozent und eine Erhöhung des Aktienrückkaufprogramms auf fünf Milliarden Dollar ab dem zweiten Quartal.

Die geplante Übernahme des Videospiele-Herstellers Activision durch <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft wurde vorläufig gestoppt. Ein US-Richter gewährte einem Antrag der US-Kartellbehörde FTC statt, die Übernahme vorerst auszusetzen. Die FTC befürchtet, dass die Transaktion dem Wettbewerb schaden könnte.

DAXBörseWall Street

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