DAX erreicht neues Rekordhoch dank Wall Street
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Der DAX hat am gestrigen Nachmittag ein neues Rekordhoch erreicht und schloss mit einem Plus von 0,69 Prozent bei 19.508 Punkten. Dies war das höchste Niveau, das der Index jemals seit seiner Gründung 1988 erreicht hat. Unterstützt wurde der Anstieg von einer positiven Entwicklung an der Wall Street, die vor allem durch die Zinsfantasie beflügelt wird. Anleger spekulieren darauf, dass die Zinssenkungen sowohl in den USA als auch in Europa Aktien weiterhin attraktiv machen. Besonders die Angst, den weiteren Aufschwung zu verpassen, treibt die Märkte an. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank über eine mögliche Zinssenkung am Donnerstag wird von den Märkten bereits antizipiert.
Im Gegensatz zum DAX bleibt der MDAX hinter den Erwartungen zurück. Der exportorientierte Index leidet stärker unter der aktuellen Wirtschaftskrise in Deutschland. Während der MDAX sein letztes Rekordhoch im Spätsommer 2021 erreichte, schloss er gestern bei 26.894 Punkten und konnte nur leicht um 0,21 Prozent zulegen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten belasten vor allem industrielle und exportorientierte Unternehmen.
Auf internationaler Ebene konzentrieren sich die Märkte weiterhin auf China. Das Land hat am Wochenende neue Maßnahmen zur Stabilisierung seiner Wirtschaft angekündigt. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung der Lokalregierungen bei der Bewältigung ihrer Schulden. Diese Maßnahmen sollen auch die weltweite Wirtschaft ankurbeln. Allerdings wurden keine genauen Details zur Höhe der Hilfspakete bekannt gegeben, was von den Märkten zunehmend kritisch betrachtet wird.
An der Wall Street stiegen die großen Aktienindizes nach einer uneinheitlichen Eröffnung allesamt ins Plus. Besonders die Technologieaktien, angeführt von der Nasdaq, verzeichneten Zuwächse von 0,7 Prozent. Auch der Dow Jones und der S&P 500 setzten ihre Rekordläufe fort, wobei der S&P 500 ein neues Hoch bei 5.857 Punkten erreichte. Analysten sehen als nächstes Etappenziel die Marke von 6.000 Punkten.
Währenddessen bleibt die Unsicherheit über die Konjunkturhilfen in China sowie die sinkenden Prognosen der OPEC für die weltweite Ölnachfrage ein belastender Faktor für die Ölpreise. Die Nordseesorte Brent verzeichnete einen Rückgang um 2,3 Prozent. Auch die US-Präsidentschaftswahl im November und die bevorstehenden Entscheidungen der US-Notenbank bezüglich der Leitzinsen tragen zur Nervosität auf den Märkten bei.
