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DAX erreicht neues Allzeithoch nach Kurssprung

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 DAX erreicht neues Allzeithoch nach Kurssprung

Der deutsche Leitindex DAX hat zum Wochenbeginn ein neues Rekordhoch erreicht. Nach einem schwachen Start legte der DAX im Tagesverlauf zu und schloss bei 23.934 Punkten. Dies entspricht einem Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit übertraf der Index seine bisherige Bestmarke von 23.912 Punkten, die er erst in der Vorwoche erreicht hatte. Seit Jahresbeginn hat der DAX rund 20 Prozent zugelegt. Positiv wirkte sich unter anderem die Entspannung an den US-Börsen aus, nachdem sich die Aufregung über die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Moody’s schnell gelegt hatte. Auch die Ankündigung einer engeren Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und der EU stützte die Märkte.

In den USA zeigten sich die Auswirkungen der Moody’s-Entscheidung vor allem an der Technologiebörse Nasdaq, wo der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,38 Prozent auf 21.346 Punkte fiel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,31 Prozent, während der Dow Jones nahezu unverändert blieb. Moody’s hatte den USA als letzte der drei großen Ratingagenturen die Bestnote entzogen. Analysten verweisen auf dauerhaft hohe Haushaltsdefizite trotz robuster Konjunktur sowie eine Staatsverschuldung von rund 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Die Herabstufung belastete auch den US-Anleihemarkt. Der T-Note-Future für zehnjährige Papiere fiel um 0,48 Prozent auf 109,80 Punkte, die Rendite stieg auf 4,52 Prozent. Besonders Technologieaktien litten unter den gestiegenen Renditen, da höhere Zinsen die Bewertung wachstumsstarker Unternehmen belasten. Tesla verlor 2,6 Prozent, Apple büßte zwei Prozent ein. Zusätzlich belasteten Äußerungen des US-Notenbankers Raphael Bostic, der nur geringen Spielraum für Zinssenkungen in diesem Jahr sieht.

Am Devisenmarkt legte der Euro deutlich zu. Die Gemeinschaftswährung kletterte zeitweise auf 1,1288 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1262 Dollar fest. Der Goldpreis stieg um rund 1,5 Prozent auf 3.245 Dollar je Feinunze, während die Ölpreise fielen. Ein Barrel der Sorte Brent kostete 64,56 Dollar.

Bei Ford in Köln sind weitere Streiks zunächst vom Tisch. Betriebsrat und Geschäftsführung einigten sich auf Verhandlungseckpunkte. Nestlé kündigte für das von der Schließung betroffene Thomy-Werk in Neuss einen Sozialplan an. Die Firma Stratec meldete Kursgewinne in der Hoffnung auf erneutes Wachstum. In Spanien musste Airbnb über 65.000 Wohnungsangebote wegen Regelverstößen entfernen. Ryanair verzeichnete trotz Passagierrekords einen Gewinnrückgang. Boeing könnte einen neuen Deal zur Vermeidung eines Prozesses erhalten, während Tesla Änderungen an der Klagebefugnis von Aktionären beschloss. Das Tankstellengeschäft von Jet wird mehrheitlich verkauft.

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