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DAX erreicht neuen Höchststand bei 24.300 Punkten

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 DAX erreicht neuen Höchststand bei 24.300 Punkten

Der DAX hat gestern seine Rekordjagd fortgesetzt und im Verlauf mit 24.300 Punkten eine neue Bestmarke erreicht. Der Handel endete bei 24.226 Punkten, was einem Tagesplus von 0,83 Prozent entspricht. Auch der MDAX legte um 0,8 Prozent zu. Unterstützung kam dabei von der US-Börse, die nach dem Feiertag Memorial Day wieder geöffnet hatte und deutliche Zugewinne verzeichnete. In den Vereinigten Staaten stiegen Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 spürbar, nachdem die jüngste Zollpolitik positiv aufgenommen wurde. Die Aussicht auf staatliche Investitionen sowie Zinssenkungen stützt den Markt zusätzlich.

Bereits am Vortag hatte die Verschiebung geplanter US-Strafzölle gegen die EU für Erleichterung gesorgt und den DAX über die Marke von 24.000 Punkten getrieben. Experten zeigen sich jedoch zurückhaltend. Sie verweisen auf die Schwierigkeit der Verhandlungen mit den USA und auf ein technisch überkauftes Kursniveau, das eine Korrektur nicht ausschließt. Dennoch zeigt sich der deutsche Aktienmarkt im laufenden Jahr bislang sehr robust. Der DAX verzeichnet ein Plus von rund 22 Prozent. Treiber dieser Entwicklung ist unter anderem das angekündigte Investitionsprogramm der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz, das insbesondere Infrastruktur und Verteidigung betrifft.

Von den geplanten Investitionen profitieren auch kleinere Börsenwerte. Der MDAX konnte seit Jahresbeginn um etwa 20 Prozent zulegen, der SDAX stieg um mehr als 21 Prozent. Gleichzeitig befeuert eine sinkende Inflationsrate in Frankreich Zinshoffnungen in Europa. Die Teuerung lag dort im Mai laut vorläufigen Daten bei 0,6 Prozent. Die Erwartungen für die Teuerungsrate im Euroraum deuten auf einen Rückgang hin. Am Finanzmarkt gilt eine weitere Zinssenkung durch die EZB im Juni als wahrscheinlich.

Im DAX stiegen vor allem Rüstungswerte. Rheinmetall erreichte ein neues Allzeithoch bei 1.892 Euro. Hintergrund sind geopolitische Spannungen rund um den Ukrainekrieg und die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Merz zur militärischen Unterstützung. Dagegen waren defensive Werte weniger gefragt. Auch die Aktien der Commerzbank legten zu, nachdem UniCredit-Chef Orcel betonte, weiterhin an einer Übernahme interessiert zu sein. Die EZB wird eine mögliche feindliche Übernahme genau prüfen.

Die Konjunkturdaten in Deutschland zeigten ein gemischtes Bild. Während der DIHK weiterhin von einer Rezession ausgeht, hellte sich das Konsumklima laut GfK und NIM leicht auf. In den USA stieg das Verbrauchervertrauen deutlich an. Bei den Einzelwerten in New York standen vor allem Nvidia-Aktien im Fokus. Der Konzern plant einem Bericht zufolge die Markteinführung eines neuen KI-Chips in China.

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