DAX-Erholung setzt sich fort
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

In Frankfurt erlebte der DAX eine positive Trendwende und schloss die Woche mit einem beeindruckenden Aufschwung ab. Die Anleger können aufatmen, denn nach einer langen Phase mit roten Zahlen präsentierte sich der DAX mit einem Anstieg von 0,3 Prozent und endete bei einem Stand von 15.189 Punkten. Eine Reihe von Faktoren, darunter hoffnungsvolle Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten, trugen zu dieser Entwicklung bei.
Im Besonderen führte die Beruhigung am US-Zinsmarkt zu einer gesteigerten Zuversicht unter den Investoren. Die jüngsten Signale der US-Notenbank (Fed) deuteten darauf hin, dass eine Stabilisierung der Zinsen in den Vereinigten Staaten in Aussicht steht. Diese Wendung bewirkte einen Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen und versetzte dem Aktienmarkt einen spürbaren Schub. Die großen Indizes in den USA zeigten am Donnerstag und Freitag eine deutliche Erholung und gaben somit den globalen Börsen positive Impulse. Tatsächlich registrierte der MSCI World Index einen Zuwachs von 4,2 Prozent, was den stärksten Anstieg seit einem Jahr darstellt.
Im Lichte dieser Entwicklungen profitierten besonders jene Aktien, die zuvor unter Druck standen. Beispielsweise konnten Siemens Energy um neun Prozent zulegen, während Vonovia und Zalando, deren Wachstum stark vom Zinsumfeld abhängt, jeweils um acht Prozent stiegen. Ebenfalls gefragt waren Autowerte, was den MDax, der die mittelgroßen börsennotierten Unternehmen in Deutschland repräsentiert, um zwei Prozent in die Höhe trieb.
Die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA trugen zusätzlich zur Stimmungsaufhellung bei. Mit lediglich 150.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen verfehlte der Oktoberbericht die Erwartungen der Analysten. Dies deutet auf eine Abschwächung des Arbeitsmarktes hin, was wiederum die Inflationssorgen mindert und die Annahme unterstützt, dass die Fed möglicherweise keinen so straffen Kurs beibehalten muss.
Ein weiterer Faktor, der zur Marktbelebung beitrug, war die Entwicklung des Euro. Nach der Veröffentlichung des schwachen US-Arbeitsmarktberichts erholte sich die europäische Währung und stieg auf über 1,07 US-Dollar. Der Dollar geriet im Vergleich zu anderen bedeutenden Währungen unter Druck, was dem Euro einen weiteren Schub gab. Am Ende des Handelstages notierte der Euro bei 1,0726 US-Dollar, während die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,0702 Dollar festsetzte.
