DAX erholt sich zum Monatsende
Starke US-Börsen und stabile Inflationszahlen stützen den deutschen Leitindex.

Der DAX hat sich am Freitag Nachmittag nach einem schwachen Beginn deutlich erholt und den Februar mit einem Anstieg von 3,8 Prozent abgeschlossen. Der deutsche Leitindex schloss nahezu unverändert bei 22.551 Punkten, nachdem er zuvor einen Verlust von einem Prozent hinnehmen musste. Seit Jahresanfang hat der DAX einen beeindruckenden Zuwachs von rund 13 Prozent erzielt. Die Erholung am Nachmittag wurde durch eine sich stabilisierende Wall Street begünstigt, die ebenfalls nach einem schwachen Start ins Plus drehte. Der DAX pendelte im Tagesverlauf zwischen 22.329 und 22.532 Punkten. Der MDAX verzeichnete einen stärkeren Rückgang von 0,91 Prozent auf 28.298 Zähler.
Die Verbraucherpreise in Deutschland stagnieren im Februar bei 2,3 Prozent, während die Kernrate, die Energie und Lebensmittel ausklammert, bei 2,6 Prozent liegt. Diese Zahlen entsprechen den Erwartungen. Jürg Kremer von der Commerzbank kommentierte, dass die Inflation ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel deutlich langsamer gestiegen sei. Auch bei den Dienstleistungen sei der Preisanstieg verlangsamt. Trotz der schwachen Konjunktur könnten die Löhne weiterhin Druck auf die Preise ausüben, und mögliche Vergeltungszölle der EU könnten die Importpreise verteuern.
Ein weiteres Thema, das den Markt bewegte, waren die drohenden US-Zölle gegen die EU. US-Präsident Donald Trump hatte Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Produkte aus der EU angekündigt, was die Unsicherheit auf den Märkten erhöhte. Dies könnte nicht nur die Preise treiben, sondern auch die Zinspolitik beeinflussen und mögliche Zinserhöhungen auf die Agenda setzen. Der Handelskonflikt mit der EU könnte somit auch in Europa zu weiteren Marktturbulenzen führen.
In den USA stiegen die Einkommen der privaten Haushalte im Januar um 0,9 Prozent, während die Konsumausgaben um 0,2 Prozent fielen. Der PCE-Deflator, eine wichtige Kennzahl zur Preisentwicklung, stieg um 2,5 Prozent im Jahresvergleich. Der Bitcoin erlebte ebenfalls eine weitere Schwächephase und fiel kurzzeitig unter 80.000 Dollar. Dies steht im Zusammenhang mit der globalen Unsicherheit und der zunehmenden Risikoaversion der Investoren.
