DAX erholt sich nach turbulentem Handelsstart
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Der DAX hat nach einem schwachen Start im Verlauf des gestrigen Tages seine Verluste aufgeholt und schloss mit einem Plus von 0,41 Prozent bei 21.293 Punkten. Eine Erholung an der Wall Street wirkte sich dabei positiv auf den deutschen Leitindex aus. Der MDAX legte ebenfalls zu und beendete den Handelstag 0,48 Prozent höher bei 27.278 Punkten. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten bleibt jedoch hoch. Ursache ist unter anderem die zunehmende politische Einflussnahme durch US-Präsident Donald Trump auf die Notenbankpolitik der Federal Reserve.
Trump äußerte erneut Kritik an Fed-Chef Jerome Powell und forderte eine Zinssenkung, obwohl die Inflation weiterhin erhöht ist. Seine Drohungen bezüglich einer möglichen Ablösung Powells haben die Märkte zusätzlich verunsichert. Experten sehen darin einen Angriff auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank, die für viele Anleger ein zentrales Element wirtschaftlicher Stabilität darstellt. Infolge der Unsicherheiten stieg der Goldpreis erstmals über 3.500 US-Dollar.
Die US-Börsen reagierten am Dienstag mit einer Erholung auf die jüngsten Kursverluste. Der Dow Jones stieg zur Mittagszeit um 2,1 Prozent, nachdem er am Vortag noch 2,5 Prozent eingebüßt hatte. Andere große US-Indizes verzeichneten ähnliche Gewinne von bis zu drei Prozent. Zusätzlich rückte die laufende US-Berichtssaison in den Fokus der Investoren. Unternehmen wie Verizon, 3M und Lockheed legten aktuelle Quartalszahlen vor. Verizon musste einen deutlichen Kundenrückgang hinnehmen, während 3M mit besser als erwarteten Ergebnissen überzeugte.
Der Euro zeigte sich gegenüber dem US-Dollar etwas schwächer und wurde bei 1,1459 Dollar gehandelt. Die Stimmung der Verbraucher im Euroraum trübte sich im April stärker als erwartet ein. Das Konsumklima sank auf minus 16,7 Punkte, dem niedrigsten Stand seit anderthalb Jahren. In Deutschland wirkte sich insbesondere die Angst vor steigender Arbeitslosigkeit negativ auf die Stimmung aus.
Der Internationale Währungsfonds senkte seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum auf null Prozent. Grund dafür seien die anhaltenden Zollkonflikte, die US-Präsident Trump ausgelöst habe. Auch für die globale Wirtschaft korrigierte der IWF seine Prognose nach unten und erwartet nun ein Wachstum von 2,8 Prozent.
Unterdessen kündigten Mercedes-Benz und Volkswagen neue Modelle auf der Automesse in Shanghai an. Mercedes setzt verstärkt auf digitale Innovationen, während Volkswagen auf eine Produktoffensive reagiert, um sich gegen die wachsende Konkurrenz aus dem Tech-Sektor zu behaupten.
