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DAX erholt sich nach Fed-Aussagen

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DAX erholt sich nach Fed-Aussagen

Der DAX hat sich nach einem schwachen vorgestrigen Handelstag gestern wieder deutlich erholt und notiert am frühen Nachmittag mit einem Plus von über einem Prozent bei 18.354 Punkten. Wesentliche Treiber dieser positiven Entwicklung sind die jüngsten Aussagen des Federal-Reserve-Chefs Jerome Powell, die er beim Notenbanker-Treffen in Sintra, Portugal, gemacht hat. Powell sprach von einem abkühlenden Arbeitsmarkt und den Risiken einer zu späten ersten Zinssenkung, was bei den Börsianern die Erwartungen auf einen Zinsschritt im September bekräftigte, wie Analyst Thomas Altmann von QC Partners erläuterte.

Auch die New Yorker Börsen eröffneten leicht höher, wobei die Standardwerte des Dow Jones um 0,1 Prozent zulegten. Besonders stark präsentierten sich die Technologietitel an der Nasdaq im frühen Handel. Heute findet an der Wall Street aufgrund des morgigen Feiertags "Independence Day" nur ein verkürzter Handel statt. Die Aktienmärkte schließen um 19 Uhr MEZ, während Anleihenhandel bis 20 Uhr MEZ möglich ist. Der reguläre Handel wird erst am Freitag wieder aufgenommen.

Am französischen Rentenmarkt gab es ebenfalls Entspannungssignale. Der Risikoaufschlag für französische Anleihen verringerte sich zur Wochenmitte, wodurch die Renditespanne zwischen deutschen Bundesanleihen und französischen Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit auf 67,8 Basispunkte sank. Dies ist der niedrigste Wert seit dem 13. Juni und hängt mit den schwindenden Aussichten auf einen Durchmarsch der rechten Parteien bei der zweiten Runde der Parlamentswahl am Sonntag zusammen.

Die Ölpreise zeigten sich im Verlauf zunächst schwächer, stiegen aber zuletzt wieder an. Ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent kostete am frühen Nachmittag 86,60 Dollar, ähnlich wie am Vortag. Der Goldpreis setzte hingegen seinen Aufwärtstrend fort und stieg um 0,8 Prozent auf 2.352 Dollar je Feinunze. Der Euro notierte aktuell bei 1,0785 Dollar.

In der Türkei sank die Inflationsrate erstmals seit sechs Monaten auf 71,6 Prozent im Jahresvergleich, nachdem sie im Mai noch über 75 Prozent betragen hatte. Finanzminister Mehmet Simsek sprach von einem Beginn des Disinflationsprozesses.

Das Bundeskabinett hat den geplanten Verkauf des Gasturbinen-Geschäfts von Volkswagen nach China gestoppt, da die Technologie potenziell in Kriegsschiffen eingesetzt werden könnte. Der größte Gewinner im DAX war die Rheinmetall-Aktie, die nach einer Kaufempfehlung von Morgan-Stanley und einem möglichen Großauftrag aus Italien zulegte.

Volkswagen und BMW verzeichneten im zweiten Quartal steigende Verkaufszahlen in den USA. VW steigerte seine Verkäufe um fast ein Drittel auf 100.612 Fahrzeuge, wobei SUVs besonders gefragt waren. BMW verkaufte 3,7 Prozent mehr Autos, wobei die Verkäufe von vollelektrischen Fahrzeugen stark zunahmen.

Der Impfstoffhersteller CureVac kündigte eine Umstrukturierung an, bei der fast jede dritte Stelle gestrichen wird. Dies führte zu einem Anstieg der Aktien um über 20 Prozent. Hintergrund ist eine neue Lizenzvereinbarung mit dem Pharmakonzern GSK.

Die Lufthansa erhielt von der EU-Kommission die Genehmigung, bei der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways einzusteigen, muss dafür jedoch bestimmte Auflagen erfüllen, darunter das Abgeben von Start- und Landerechten.

Der Motorenhersteller Deutz beschaffte sich durch eine Kapitalerhöhung frisches Geld in Höhe von etwa 72 Millionen Euro. Das Unternehmen Grenke erzielte im zweiten Quartal ein Rekord-Leasing-Neugeschäft von 790 Millionen Euro, ein Anstieg um 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, insbesondere dank Zuwächsen in Südeuropa.

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