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DAX erholt sich nach EZB-Zinsentscheid

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DAX erholt sich nach EZB-Zinsentscheid

Der deutsche Aktienmarkt erlebte nach einem robusten Start und einer kurzfristigen Schwächephase aufgrund des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB) einen deutlichen Anstieg. Der DAX schloss den gestrigen Handelstag mit einem Plus von einem Prozent bei 18.518 Punkten. Zuvor hatte der Leitindex bereits bis zu 1,4 Prozent im Plus gelegen. Die EZB hatte wie erwartet den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gesenkt. Nach der Verkündung des Zinsentscheids setzte eine Gewinnmitnahmewelle ein, da Unsicherheiten bezüglich des weiteren geldpolitischen Kurses der EZB bestehen. EZB-Chefin Christine Lagarde betonte, dass die Zentralbank ihre zukünftige Zinspolitik von der Datenlage abhängig machen werde. Dieser Mangel an Klarheit führte zu Zurückhaltung an den Märkten.

In den USA startete die Wall Street verhalten in den Tag. Der Dow Jones verzeichnete einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent, während die Technologiewerte an der Nasdaq leichte Gewinne verbuchen konnten. Die Kurse erholten sich nach anfänglichen Verlusten, die durch eine anhaltend hohe Kerninflation ausgelöst worden waren. Besonders der Technologiesektor profitierte von den positiven Aussichten für die Chipindustrie, die durch Aussagen von Nvidia-Chef Jensen Huang über eine hohe Nachfrage nach KI-Chips beflügelt wurden. Dies führte zu einer optimistischen Stimmung im US-Technologiesektor.

Der Euro konnte nach der Zinssenkung der EZB ebenfalls zulegen und stieg um 0,24 Prozent auf 1,1037 US-Dollar. Auch der Goldpreis erreichte ein Rekordhoch, da die sinkenden Zinsen in Europa und die Erwartung einer baldigen Zinssenkung in den USA die Nachfrage nach dem Edelmetall antrieben. Eine Feinunze Gold kostete am Abend 2.552 US-Dollar, der höchste jemals verzeichnete Preis. Auch in Euro gerechnet stieg der Goldpreis auf über 2.300 Euro.

Die Ölpreise zeigten sich nach den jüngsten Verlusten erholt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Abend 71,56 US-Dollar, was einem Anstieg von 2,6 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Die Ölproduktion in den USA wurde aufgrund eines tropischen Wirbelsturms teilweise gestoppt, was zur Preisstabilisierung beitrug. Trotz einer schwachen Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA), insbesondere aufgrund der Konjunkturschwäche in China, blieb der Ölmarkt stabil.

In den Unternehmensnachrichten verzeichnete die Aktie des Impfstoffherstellers Moderna in New York deutliche Verluste. Die Umsatzprognosen für das kommende Jahr blieben unter den Erwartungen der Analysten, und das Unternehmen verschob seine Gewinnziele auf das Jahr 2028.

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