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DAX erholt sich deutlich nach Verlustserie

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DAX erholt sich deutlich nach Verlustserie

Der deutsche Leitindex DAX hat sich nach einer fünftägigen Verlustserie wieder stabilisiert und notierte gestern zum Handelsschluss bei 24.367 Punkten, was einem Tagesplus von 1,51 Prozent entspricht. Damit liegt der Index nur knapp unter seinem jüngst erreichten Rekordhoch von 24.639 Punkten. Auch der MDAX legte um 0,96 Prozent auf 31.014 Zähler zu. Die anfänglichen Kursgewinne konnten im Verlauf der zweiten Sitzungshälfte noch ausgebaut werden. Insgesamt verläuft die Konsolidierung trotz vorangegangener Verluste in einem üblichen Rahmen, ohne Anzeichen einer nachhaltigen Abgabewelle.

Der Fokus der Märkte liegt weiterhin auf dem schwelenden Handelskonflikt zwischen der Europäischen Union und den USA. Bis Ende des Monats droht eine Eskalation, sollten sich die Parteien nicht auf eine Lösung einigen. Ein möglicher Strafzoll von 30 Prozent steht im Raum, was viele Branchen empfindlich treffen könnte. Die Unsicherheit darüber bremst eine mögliche nachhaltige Stimmungsaufhellung an den Börsen. Marktteilnehmer hoffen allerdings, dass die US-Regierung unter Donald Trump diese Maßnahme noch einmal überdenkt.

Im DAX sorgten vor allem die Papiere von Siemens und Siemens Energy für Auftrieb. Siemens verzeichnete ein Kursplus von 3,9 Prozent, Siemens Energy sogar über vier Prozent. Beide profitierten von starken Geschäftszahlen des Schweizer Wettbewerbers ABB. Auch Technologiewerte zeigten sich gefragt: Infineon, Aixtron, Siltronic und Süss Microtec legten zum Teil zweistellig zu. Hintergrund sind starke Zahlen des taiwanischen Chip-Auftragsfertigers TSMC, der mit einem Rekordquartal überzeugte.

Schwächer zeigte sich hingegen die deutsche Chemieindustrie. Trotz eines minimalen Umsatzrückgangs von 0,5 Prozent auf 107 Milliarden Euro im ersten Halbjahr sieht der Branchenverband VCI keine Trendwende. Die Produktion sank um ein Prozent, und rund 40 Prozent der Unternehmen berichten von Auftragsmangel. Ein Aufschwung wird frühestens für das kommende Jahr erwartet.

An der Wall Street stiegen die wichtigsten Indizes ebenfalls. Der Dow Jones und der S&P 500 legten um rund ein halbes Prozent zu, die Nasdaq um 0,8 Prozent. Getrieben wurde die Entwicklung unter anderem von positiven Unternehmenszahlen und einer vorläufigen Entspannung um Fed-Chef Jerome Powell. Konjunkturdaten aus den USA fielen überraschend robust aus, was Zinssenkungsfantasien vorerst dämpft.

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