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DAX erholt sich deutlich nach Sommerflaute

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX erholt sich deutlich nach Sommerflaute

Der DAX hat sich nach den jüngsten Verlusten kräftig erholt. Zur Wochenmitte legte der deutsche Leitindex um 0,94 Prozent zu und erreichte 18.407 Punkte. Damit konnte er einen Teil des gestrigen Einbruchs wettmachen, bei dem er unter dem Eindruck schwacher französischer Börsen um 1,3 Prozent gefallen war. Trotz dieses Aufschwungs bleibt ein klarer Trend in diesem Sommer weiterhin aus, obwohl die positiven Tage überwiegen.

Marktexperte Andreas Lipkow beschrieb das aktuelle Marktgeschehen als klassischen Sommerhandel, bei dem sich die Marktteilnehmer defensiv verhalten, aber gleichzeitig keine Performance verpassen wollen. Auch Analyst Pierre Veyret von ActivTrades betonte die Auswirkungen der Sommerflaute mit traditionell geringen Umsätzen. Der Markt wartet auf klarere Signale für die künftige Geldpolitik, insbesondere auf die Juni-Inflationsdaten aus den USA, die am Donnerstag erwartet werden.

Zusätzlich könnte die nun beginnende Berichtssaison zum zweiten Quartal mehr Orientierung bieten. Am Freitag werden die großen US-Banken ihre Quartalszahlen präsentieren, was als nächster Lackmustest für den Aktienmarkt gesehen wird. Konstantin Oldenburger von CMC Markets betonte, dass der Markt im ersten Halbjahr größtenteils nur eine Richtung kannte – die nach oben.

An der Wall Street wurden gleich zu Handelsbeginn neue Kursrekorde erzielt. Der S&P 500 Index und der Technologieindex Nasdaq 100 erreichten historische Höchststände. Die Standardtitel des Dow Jones hinkten jedoch hinterher und konnten die Rekordhöhen vom Mai noch nicht erreichen. Zur Stunde legte der US-Leitindex ein Viertel Prozent zu. Weitere Aussagen zur Geldpolitik von Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank, werden erwartet.

Im Devisenhandel gewann der Euro 0,1 Prozent auf 1,0825 Dollar. Der Goldpreis stieg deutlicher: Eine Feinunze Gold kostete am späten Nachmittag 2.380 Dollar, was einem Anstieg von 0,6 Prozent entspricht. Auch die Ölpreise zogen nach Bekanntwerden eines unerwarteten Rückgangs der US-Ölreserven an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am späten Nachmittag 85,60 Dollar, nachdem die Bestände an Rohöl um 3,4 Millionen auf 445,1 Millionen Barrel gesunken waren.

Im DAX gehörte die VW-Aktie zu den schwächeren Titeln. Aufgrund der eingebrochenen Nachfrage nach dem Oberklasse-Elektroauto Q8 e-tron kündigte Audi an, das Werk in Brüssel auf den Prüfstand zu stellen, was zur Schließung des Werks führen könnte. Volkswagen rechnet nun mit Zusatzbelastungen von bis zu 2,6 Milliarden Euro und hat seine Prognose für die operative Umsatzrendite gesenkt.

Auch Mercedes-Benz verzeichnete einen Rückgang beim Absatz von Elektroautos. Im zweiten Quartal wurden rund sechs Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum verkauft, bei den vollelektrischen Autos betrug der Rückgang sogar ein Viertel. BMW hingegen konnte dank eines starken Wachstums bei Elektroautos den Absatz leicht steigern. Von April bis Juni verkaufte der Münchner Autobauer 565.553 Fahrzeuge, davon knapp 108.000 batterieelektrische Fahrzeuge, was einem Plus von 22,2 Prozent entspricht.

Die Finanzaufsicht BaFin hat erneut die Clearstream Banking AG, eine Tochter der Deutschen Börse, wegen Nichteinhaltung von Vorschriften ins Visier genommen. Eine Sonderprüfung ergab, dass das Unternehmen nicht alle Vorgaben erfüllt. Die Reederei Hapag-Lloyd hob aufgrund starker Nachfrage und gestiegener Frachtraten ihre Ergebnisprognose für 2024 an.

Der Anlagenbauer GEA erhöhte nach einem guten Quartal seine Jahresprognose für die Ertragskraft. Auch Alstom erhielt einen milliardenschweren Auftrag zur Lieferung von U-Bahnen und Signaltechnik an Hamburg. Bei Samsung eskalierte ein Streik der Mitarbeitenden, und Elon Musks KI-Startup xAI kündigte den Bau eines eigenen Supercomputers an. Der taiwanische Chiphersteller TSMC profitierte vom Boom der Künstlichen Intelligenz und verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg von 32 Prozent.

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