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DAX droht Kurseinbruch nach Bullenfalle

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DAX droht Kurseinbruch nach Bullenfalle

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt müssen sich auf turbulente Zeiten einstellen. Nachdem der DAX zu Wochenbeginn auf ein neues Jahreshoch ausgebrochen war, bahnt sich nun eine Trendwende an. Deutliche Kursverluste sind zu erwarten und ein Dreh in die Minuszone scheint unausweichlich. Eine alte Börsenregel lautet: "False breaks are followed by fast moves". Demnach droht dem DAX nun ein rascher und dynamischer Abwärtsimpuls. Inzwischen verdichten sich auch die Anzeichen, dass die Anleger in eine Bullenfalle getappt sind.

Die negativen Vorgaben für den deutschen Aktienmarkt kommen von der Wall Street. Die Inflations- und Zinssorgen kehren zurück und die Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell heizen diese zusätzlich an. Der US-Arbeitsmarktbericht für Februar steht heute auf der Agenda und Anleger befürchten, dass ein zu starkes Ergebnis die Fed zu größeren Zinserhöhungen bewegen könnte. Auch ein Kurseinbruch bei dem Startup-Kreditgeber SVB Financial löste Befürchtungen über größere Probleme des US-Bankensystems aus. Die Aktien großer Banken wurden mit nach unten gezogen.

Die Auswirkungen dieser Entwicklungen zeigen sich auch an den asiatischen Börsen. Der japanische Nikkei-Index verabschiedete sich mit einem Minus von 1,7 Prozent ins Wochenende und die Börse in Shanghai lag 1,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,1 Prozent.

Im DAX steht auch die Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Post im Fokus. Die Gewerkschaft ver.di droht mit Streik in der kommenden Woche, um den Druck aufrechtzuerhalten. Heute wollen ver.di und die Post an den Verhandlungstisch zurückkehren, um die vierte Gesprächsrunde in Düsseldorf abzuhalten.

Auch die Unternehmen auf dem deutschen Aktienmarkt sind von schlechten Nachrichten geplagt. Der Finanzdienstleister Hypoport rechnet nach einer rückläufigen Geschäftsentwicklung im vierten Quartal auch im laufenden Jahr mit schweren Zeiten. Der Umsatz dürfte 2023 um bis zu zehn Prozent zurückgehen. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet Hypoport sogar einen Rückgang um bis zu 30 Prozent. Der Autobauer Mercedes-Benz plant dagegen den Ausbau seines Ladenetzes für Elektroautos in Deutschland und Frankreich. In diesem Jahr sollen die ersten Schnellladesäulen gebaut werden.

Der Software-Konzern Oracle hat die Erlöse im jüngsten Geschäftsquartal dank boomender Cloud-Services um 18 Prozent gesteigert. Der Nettogewinn ging jedoch um 18 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar zurück.

Insgesamt zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt ein düsteres Bild ab. Anleger sollten sich auf turbulente Zeiten einstellen und auf eine mögliche Trendwende vorbereitet sein.

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