DAX-Bullen streben nach Dominanz
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Zu Beginn der neuen Börsenwoche zeigt der DAX positive Tendenzen. Mit einem erwarteten Kursgewinn, der durch ermutigende Nachrichten aus Peking unterstützt wird, könnten die Bullen die wichtige Marke von 15.700 Punkten zurückerobern. Die chinesische Regierung hat Maßnahmen zur Stützung ihrer krisengebeutelten Märkte angekündigt, was den DAX aktuell um 0,6 Prozent auf 15.718 Punkte hebt.
Die jüngsten Bemühungen, die 15.700-Punkte-Marke zu überwinden, waren jedoch nicht ohne Herausforderungen. Trotz eines Anstiegs auf 15.740 Punkte am letzten Freitag schloss der DAX nur mit einem minimalen Plus von 0,1 Prozent. Die Bären scheinen entschlossen, ihre Position zu verteidigen.
Zusätzlich zu den aktuellen Marktgeschehnissen gibt es weiterhin fundamentale Sorgen um Zinsen. Jerome Powell, der Chef der US-Notenbank, hat kürzlich die Möglichkeit weiterer Leitzinserhöhungen in den Raum gestellt, ohne jedoch konkrete Pläne zu offenbaren. Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, betonte, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht vorbei sei, was die Unsicherheit über die zukünftige Richtung der Währungspolitik erhöht.
In China hat die anhaltende wirtschaftliche Schwäche die Regierung veranlasst, die Stempelsteuer für Aktiengeschäfte zu halbieren und den Immobilienmarkt weiter zu unterstützen. Dies führte zu einem Anstieg der Börse in Shanghai um 2,0 Prozent.
Die Wall Street lieferte ebenfalls positive Signale für den DAX. Trotz eines nervösen Handelstags am Freitag schlossen die US-Börsen im Plus, wobei der Dow Jones um 0,7 Prozent und der Nasdaq um 0,9 Prozent zulegte.
Während der Euro gegenüber dem Dollar an Wert gewinnt, könnten im DAX insbesondere die Aktien von VW, Mercedes-Benz und BMW interessant sein. Laut einer Studie der EY sind diese Autokonzerne weiterhin auf Wachstumskurs, mit einem Umsatzplus von 18,1 Prozent im zweiten Quartal.
In anderen Nachrichten hat die Wasserstofftochter von Thyssenkrupp, Nucera, ihren Umsatz und Gewinn im letzten Quartal deutlich gesteigert. Thyssenkrupp Marine Systems plant weiterhin, eigenständig zu werden, wie Werft-Chef Oliver Burkhard bestätigte.
Abschließend ist zu erwähnen, dass die Aktien von China Evergrande, einem hoch verschuldeten Immobilienentwickler, dramatisch gefallen sind, während der US-Mischkonzern 3M möglicherweise weniger zahlen muss als erwartet, um Klagen wegen angeblich mangelhafter Ohrstöpsel beizulegen.
