DAX bleibt stark trotz globaler Unsicherheiten
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Der deutsche Aktienindex DAX hat zum Wochenschluss erneut Stärke gezeigt und blieb knapp unter seinem Anfang der Woche erreichten Rekordhoch. Am Freitag erreichte der Index 23.887 Punkte, verfehlte damit jedoch eine neue Bestmarke nur knapp. Der Handelstag endete bei 23.767 Punkten, was einem moderaten Plus von 0,3 Prozent entspricht. Auf Wochensicht ergab sich ein Gewinn von rund einem Prozent. Auch der MDAX legte leicht um 0,21 Prozent zu. Investoren zeigten sich weiter optimistisch, insbesondere angesichts anhaltender Hoffnungen auf eine Entspannung im globalen Zollkonflikt. Rücksetzer wie der gestrige Einbruch am Morgen werden derzeit rasch für Zukäufe genutzt.
Die Unsicherheit in den Handelsbeziehungen, insbesondere zwischen den USA und China sowie Europa, prägt weiter das Marktgeschehen. Die US-Regierung unter Präsident Trump zeigte sich zuletzt etwas gesprächsbereiter, was neue Impulse an den Märkten auslöste. Gleichwohl bleibt das erratische Verhalten der US-Regierung ein Unsicherheitsfaktor für Anleger. Zudem schlagen sich die neu eingeführten US-Zölle bislang nicht in allen Unternehmensbilanzen nieder, was größere Enttäuschungen in der aktuellen Berichtssaison vermied. Warnungen aus Unternehmenskreisen zeigen jedoch, dass der weitere Verlauf des Konflikts schwer abzuschätzen ist.
Im Fokus stand auch die Hauptversammlung von Volkswagen. Aktionäre äußerten Unzufriedenheit mit der Unternehmensführung, insbesondere mit der Doppelrolle von Oliver Blume als Konzernchef von VW und Porsche. Zudem wurde die mangelnde Unabhängigkeit des Aufsichtsrats kritisiert. Vertreter großer Fondsgesellschaften äußerten sich kritisch über den Einfluss der Großaktionäre und warfen dem Konzern Machtkonzentration statt marktgerechter Führung vor.
An der Wall Street zeigten sich die wichtigsten Indizes zur Mittagszeit kaum bewegt, trotz positiver Wochenbilanz, insbesondere im Technologiesektor. Neue US-Konjunkturdaten lieferten ein gemischtes Bild: Die Zahl neu begonnener Wohnbauten stieg, während die Zahl der Baugenehmigungen zurückging. Die US-Notenbank hielt ihren Leitzins im Bereich von 4,25 bis 4,50 Prozent konstant. Importpreise stiegen leicht, entgegen der Erwartungen. Das Verbrauchervertrauen sank erneut, und der Euro zeigte sich gegenüber dem Dollar schwächer. Im DAX stiegen Rheinmetall-Aktien um 2,4 Prozent. Weitere Kurssprünge zeigten sich bei 1&1 und Renk, während Nvidia und Apple durch neue Entwicklungen in den USA und China unter Beobachtung standen.
