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DAX bleibt richtungslos trotz stabiler US-Börsen

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DAX bleibt richtungslos trotz stabiler US-Börsen

Der DAX hat zur Wochenmitte seine jüngste Schwächephase überwunden, blieb jedoch weiter ohne klare Richtung. Nach drei schwächeren Handelstagen schloss gestern der deutsche Leitindex 0,23 Prozent tiefer bei 24.181,37 Punkten. Trotz des leichten Rückgangs werteten Marktbeobachter die Verteidigung der 24.000-Punkte-Marke als Stabilisierungssignal. Stützend wirkten positive Unternehmenszahlen aus den USA, insbesondere aus dem Bankensektor.

Morgan Stanley und die Bank of America legten im dritten Quartal deutliche Gewinnzuwächse vor. Morgan Stanley steigerte den Nettogewinn um rund 45 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar, während die Bank of America ein Plus von 23 Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar erzielte. Das weltweite Volumen großer Übernahmen und Fusionen stieg laut Daten des Analysehauses Dealogic auf 1,26 Billionen Dollar – ein Zuwachs von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktie von Morgan Stanley erreichte daraufhin ein neues Rekordhoch.

In New York starteten die Börsen zunächst freundlich, doch die anfängliche Euphorie flaute ab. Der Dow Jones legte zuletzt noch 0,15 Prozent zu, der Nasdaq 100 verzeichnete ein Plus von 0,8 Prozent. Anleger blickten gespannt auf den Verlauf der US-Berichtssaison, deren Erwartungen nach mehreren Aufwärtskorrekturen besonders hoch ausfallen. Für die im S&P 500 gelisteten Unternehmen wird ein Gewinnanstieg von 8,8 Prozent erwartet. Marktanalysten warnten vor entsprechend hohem Enttäuschungspotenzial.

Neben den Quartalszahlen richtet sich die Aufmerksamkeit auf den neuen Konjunkturbericht der US-Notenbank. Da wegen des teilweisen Regierungsstillstands viele Wirtschaftsdaten fehlen, erhält das sogenannte Beige Book größere Bedeutung. Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell über den Arbeitsmarkt wurden als Hinweis auf mögliche weitere Zinssenkungen im Oktober und Dezember gewertet.

Der Goldpreis überschritt zur Wochenmitte erstmals die Marke von 4.200 Dollar je Feinunze und erreichte 4.218 Dollar. Analysten führten die Rekordjagd auf geopolitische Spannungen, neue US-Zölle und die Unsicherheit um den möglichen Government Shutdown zurück. Zentralbanken weltweit reduzierten demnach ihre Dollar-Bestände und investierten stärker in Gold.

Der Euro gewann gegenüber dem Dollar 0,3 Prozent auf 1,1636 Dollar, gestützt durch die Aussicht auf sinkende US-Zinsen. Die Ölpreise bewegten sich dagegen uneinheitlich. Brent-Öl fiel um 0,36 Prozent auf 62,02 Dollar je Barrel, nachdem die Internationale Energieagentur für 2026 ein deutliches Überangebot prognostiziert hatte.

Unter den deutschen Aktien gehörten Adidas und Hugo Boss zu den Gewinnern, nachdem LVMH ein überraschendes Umsatzplus gemeldet hatte. Dagegen standen Rüstungswerte weiter unter Druck. Rheinmetall verlor über fünf Prozent und war größter DAX-Verlierer. Airbus profitierte kaum von einem neuen Auftrag über 20 Eurofighter für die Bundeswehr.

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