DAX bleibt knapp unter 19.000 Punkten
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Anleger haben gestern den zweiten Tag in Folge am Aktienmarkt zugegriffen und den DAX nahe an die Marke von 19.000 Punkten gebracht. Mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent auf 18.996 Punkte scheiterte der deutsche Leitindex knapp an dieser Schwelle. Während des Handelstages hatte der DAX die Marke von 19.029 Punkten zeitweise überschritten, konnte diese aber nicht halten. Der Aufwärtstrend wird von den Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen der Notenbanken gestützt. Auch schwache heimische Konjunkturdaten, wie der rückläufige ifo-Index, hatten keinen negativen Einfluss auf den Markt.
Die Fachleute von HSBC sehen in den Hochpunkten bei 18.893 und 18.991 Punkten sowie dem bisherigen Allzeithoch bei 19.044 Punkten wichtige charttechnische Hürden. Ein Sprung über diese Marken könnte ein neues prozyklisches Kaufsignal auslösen. Der MDAX, der vor allem mittelgroße deutsche Aktien umfasst, legte um 0,34 Prozent auf 26.083 Punkte zu. Anders als der DAX liegt der MDAX im laufenden Jahr jedoch leicht im Minus, was vor allem auf die schwache heimische Wirtschaftslage zurückzuführen ist.
Anleger profitierten zudem von der Ankündigung weitreichender Konjunkturmaßnahmen durch die chinesische Zentralbank. Geplant ist eine Senkung der Zinsen auf bestehende Immobilienkredite sowie eine Reduzierung der Mindestrate für Bargeldreserven der Banken um 0,5 Prozentpunkte. Dies soll dem chinesischen Finanzmarkt zusätzliche Liquidität in Höhe von etwa einer Billion Yuan (125,5 Milliarden Euro) bereitstellen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Vertrauen in die chinesische Wirtschaft zu stärken, insbesondere da der Immobilienmarkt des Landes stark unter Druck steht.
Trotz der trüben Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die sich im erneuten Rückgang des ifo-Geschäftsklimas widerspiegelt, konnten die positiven Impulse aus China und die Hoffnung auf Zinssenkungen die Märkte beflügeln. Auch an der Wall Street setzten sich die Gewinne fort. Der Dow Jones erreichte bei 42.234 Punkten ein neues Rekordhoch. Die US-Märkte sind weiterhin von den Erwartungen einer Zinssenkung durch die Federal Reserve geprägt.
Zusätzlich legte der Euro durch schwache US-Konjunkturdaten zu und erreichte ein Tageshoch von 1,1162 US-Dollar. Der Goldpreis stieg ebenfalls weiter und notierte bei über 2.641 Dollar je Feinunze, getrieben von der Aussicht auf sinkende Zinsen. Auch die Ölpreise zeigten sich stabil, unterstützt durch das chinesische Konjunkturpaket.
