DAX bleibt hinter US-Börsen zurück
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An den internationalen Finanzmärkten bleibt die Stimmung geteilt: Während an der Wall Street neue Rekorde erreicht werden, zeigen sich Anleger in Deutschland zurückhaltender. Der DAX konnte dem Schwung aus den USA gestern nicht folgen und beendete den Handel mit einem leichten Plus von 0,28 Prozent bei 24.308 Punkten. Der Index blieb damit in seiner jüngsten Seitwärtsbewegung zwischen 24.000 und 24.771 Punkten gefangen. Der MDAX der mittelgroßen Werte schloss 0,5 Prozent tiefer bei 30.140 Zählern.
In den USA treiben Hoffnungen auf eine Annäherung im Zollstreit zwischen Washington und Peking die Kurse an. Nach Gesprächen beider Seiten sprach das chinesische Handelsministerium von einer vorläufigen Einigung, die nun interne Genehmigungsverfahren durchlaufen müsse. US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte positive Verhandlungsergebnisse in Kuala Lumpur. Das geplante Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstag in Südkorea sorgt zusätzlich für Optimismus.
Auch aus Deutschland kamen am Montag ermutigende Wirtschaftsdaten. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Oktober auf 88,4 Punkte und übertraf damit die Erwartungen. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sprach von einer spürbaren Verbesserung der Stimmung, die sich Anfang des kommenden Jahres durch das geplante Fiskalpaket weiter aufhellen dürfte. Trotz dieser Signale blieben deutsche Anleger vorsichtig. Marktbeobachter verweisen darauf, dass Investoren vor wichtigen Entscheidungen der Notenbanken nur begrenzt Risiken eingehen.
Im Fokus steht in dieser Woche vor allem die US-Notenbank. Die Mehrheit der Analysten rechnet mit einer weiteren Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte. Entscheidend dürften jedoch die begleitenden Aussagen der Fed zum künftigen Kurs der Geldpolitik sein. Erwartet werden zusätzliche Lockerungsschritte und ein mögliches Ende der Bilanzverkürzung, des sogenannten Quantitative Tightening. Diese Maßnahme hatte seit 2022 die Liquidität an den Märkten reduziert. Sollte die Fed diese Phase beenden, könnte das die US-Börsen weiter antreiben.
Unter den deutschen Standardwerten standen die Aktien von Infineon an der Spitze. Der Chiphersteller profitierte von der Hoffnung auf eine Entspannung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, was als besonders positiv für die Branche gilt. Dagegen gaben die Papiere von MTU und Rheinmetall nach, während Symrise ohne neue Nachrichten deutlich verlor.
An den Rohstoffmärkten zeigten sich Ölpreise weitgehend stabil. Ein Barrel Brent kostete 65,92 Dollar, die US-Sorte WTI lag bei 61,60 Dollar. Der Goldpreis setzte seine Verluste fort und fiel auf 3.988 Dollar je Feinunze. Am Devisenmarkt blieb der Euro mit 1,1639 Dollar kaum verändert.
