DAX behauptet Marke von 24.000 Punkten
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Nach dem kräftigen Kurssprung zu Wochenbeginn verlief der Handel am Dienstag deutlich ruhiger. Der DAX bewegte sich über weite Strecken seitwärts, konnte aber im späten Geschäft nochmals zulegen. Zum Handelsschluss stand der deutsche Leitindex bei 24.088 Punkten, ein Plus von 0,53 Prozent. Damit blieb er über der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten und in der Nähe seines Tageshochs. Der MDAX rückte um 0,22 Prozent auf 29.204 Punkte vor. Marktbeobachter sehen den jüngsten Anstieg noch nicht als nachhaltige Trendwende. Laut Analyst Thomas Altmann von QC Partners seien für ein dauerhaftes Überschreiten der 24.000-Punkte-Marke langfristig orientierte Käufer notwendig.
Die politischen Entwicklungen in den USA zeigten am Dienstag kaum Wirkung auf den hiesigen Handel. Zwar deutet sich mit dem Beschluss des US-Senats ein Ende des längsten Regierungsstillstands in der amerikanischen Geschichte an, doch blieben größere Impulse aus. Investoren reagierten zurückhaltend, da die Unsicherheit über die Folgen des Shutdowns und die weitere Wirtschaftspolitik bestehen bleibt.
Parallel dazu stand die Berichtssaison weiter im Fokus. Die Münchener Rück bestätigte nach neun Monaten ihr Jahresziel von sechs Milliarden Euro Gewinn. Auch mehrere Unternehmen aus dem MDAX und SDAX legten Zahlen vor. Besonders Aufmerksamkeit zog BASF auf sich: Der Chemiekonzern kündigte an, seine Agrarsparte bis 2027 an die Börse zu bringen. Der Schritt ist Teil der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, das sich künftig stärker auf seine Kerngeschäfte konzentrieren will. Die Agrarsparte, drittgrößter Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln weltweit, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 9,8 Milliarden Euro.
Dämpfer kamen von der Konjunkturseite. Der ZEW-Index fiel im November unerwartet um 0,8 Punkte auf 38,5 Zähler, entgegen den Erwartungen eines Anstiegs. Experten führen dies vor allem auf schwindendes Vertrauen in die wirtschaftspolitische Handlungsfähigkeit der Bundesregierung zurück. Zwar könne das angekündigte Investitionsprogramm kurzfristig Impulse setzen, die strukturellen Probleme blieben jedoch bestehen.
An der Wall Street zeigten sich die großen Indizes uneinheitlich. Während der Dow Jones zulegte, gaben Technologiewerte nach. Besonders die Nvidia-Aktie verlor deutlich, nachdem Großaktionär Softbank seinen gesamten Anteil am Chiphersteller verkauft hatte. Der japanische Konzern erzielte durch den Verkauf Erlöse von rund 5,8 Milliarden Dollar und überraschte mit einem Quartalsgewinn von 2,5 Billionen Yen.
