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DAX-Aussichten unsicher, während Tesla und KI-Aktien an der Wall Street glänzen

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DAX-Aussichten unsicher, während Tesla und KI-Aktien an der Wall Street glänzen

Am vergangenen Freitag konnten sich die US-Börsen trotz Nervosität vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed knapp im positiven Bereich halten. Der Dow Jones schloss mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent, während der Nasdaq 100 einen stärkeren Anstieg von 0,3 Prozent verzeichnete. Besonders der US-Technologiesektor zeigte sich robust, angetrieben von starken Kursgewinnen bei Tesla und KI-Aktien wie Microsoft. Tesla gab zudem bekannt, sein Schnell-Ladenetz in den USA für Elektroautos von General Motors zu öffnen, was die Chancen für einen einheitlichen Ladestecker auf dem nordamerikanischen Markt erhöhte. Die Tesla-Aktie verzeichnete daraufhin einen Anstieg um 4,1 Prozent.

In Deutschland hingegen zeigte der DAX eine gewisse Lethargie und schloss mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent bei 15.950 Punkten. Insgesamt verlor der deutsche Leitindex in dieser Woche 0,6 Prozent. Der DAX bewegte sich kaum und pendelte um die Marke von 16.000 Punkten. Experten erwarten jedoch, dass sich dies in der kommenden Woche ändern könnte, da wichtige Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank (Fed) anstehen. Insbesondere die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Mai und klare Signale zur Geldpolitik könnten den DAX aus seiner Lethargie reißen. Dennoch warnen Experten vor möglichen Rückschlägen und halten das Risiko höher als die Chance auf eine Wiederaufnahme der Rally.

Auf dem Devisenmarkt konnte die türkische Lira vorerst ihren Abwärtstrend stoppen, nachdem sie zuvor gegenüber dem Euro und dem US-Dollar neue Tiefstände erreicht hatte. Spekulationen über ein Ende der Stützungskäufe durch die türkische Zentralbank hatten die Währung stark belastet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ernannte Hafize Gaye Erkan zur Leiterin der Zentralbank, was zu einer vorübergehenden Beruhigung führte.

Der Euro verzeichnete eine Kurskorrektur und fiel auf 1,0743 US-Dollar zurück, wobei schwache Konjunkturdaten aus Italien belasteten. Der Goldpreis gab leicht auf 1962 Dollar pro Feinunze nach.

Im deutschen Aktienmarkt wurden Chemieaktien zum Wochenschluss durch eine Gewinnwarnung des britischen Spezialchemiekonzerns Croda belastet. Brenntag war der größte Verlierer im DAX mit einem Kursverlust von 4,4 Prozent, gefolgt von Symrise. Auch BASF, Bayer, Evonik, K+S und Wacker Chemie waren von dieser Entwicklung betroffen.

Thyssenkrupp plant laut Insidern den Teilbörsengang seiner Wasserstofftochter Nucera, der schon in der kommenden Woche angekündigt werden könnte. Die Verhandlungen laufen noch, aber die "Intention to float" soll bereits feststehen. Dies könnte für neuen Schwung im Industriekonzern sorgen.

Im SDAX konnte Auto1 von einem starken Ausblick des US-Branchenkollegen Carvan profitieren und verzeichnete zum Wochenschluss einen Kursanstieg von 6,1 Prozent.

Die Shop Apotheke verlor hingegen 8,3 Prozent an Wert, nachdem sie von der britischen Bank HSBC herabgestuft wurde. Die Bewertungslücke zwischen der deutschen Versandapotheke und der Schweizer Konkurrentin DocMorris hat nach Ansicht von Analysten "extreme Ausmaße" erreicht.

Die Aktien des Softwarekonzerns Adobe erreichten im Wall-Street-Handel den höchsten Stand seit April 2022. Das Thema Künstliche Intelligenz beflügelt weiterhin die Fantasie der Investoren. Die Bank Wells Fargo stufte die Titel zudem auf "Overweight" hoch und erhöhte das Kursziel von 420 auf 525 Dollar.

Die EU-Wettbewerbsbehörden haben grünes Licht für die Übernahme des größten französischen Verlags Lagardère durch den Medienkonzern Vivendi gegeben. Vivendi stimmte zuvor dem Verkauf seiner Verlagseinheit Editis und des Magazins Gala zu, um EU-Bedenken auszuräumen.

Der Facebook-Konzern Meta arbeitet laut Medienberichten intensiv an der Entwicklung eines Twitter-Konkurrenzangebots und plant dessen baldige Veröffentlichung. Chris Cox, ein Top-Manager des Unternehmens, präsentierte den Mitarbeitenden bei einer internen Konferenz eine frühe Version der App.

Die Netflix-Aktie profitierte von einem Anstieg der Abo-Zahlen nach neuen Maßnahmen zur Bekämpfung des Passwortsharings. Die Titel des Streamingkonzerns erreichten den höchsten Stand seit anderthalb Jahren.

Der Konflikt zwischen der IG Metall und dem Windanlagenbauer Vestas um einen Tarifvertrag dauert bereits seit November 2022 an. Morgen werden die Beschäftigten ihren 100. Streiktag begehen und sich in einer digitalen Streikversammlung zusammenschalten.

Die Aktien der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena gerieten zum Wochenschluss an der Mailänder Börse unter Druck, nachdem der Rivale BPER Banca eine mögliche Fusion mit Monte dei Paschi abgelehnt hatte.

Die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS steht kurz vor dem Abschluss, nachdem sich die Schweizer Großbank mit der Regierung über eine Verlustgarantie geeinigt hat. Der Vertrag wurde heute mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement unterzeichnet. Die Garantie ist auf neun Milliarden Franken begrenzt, und die Credit Suisse sicherte zu, ihren Hauptsitz in der Schweiz zu behalten. Die Übernahme soll am kommenden Montag abgeschlossen werden.

Die russische Großbank VTB erwartet trotz der Finanzsanktionen des Westens einen Rekordgewinn in diesem Jahr. Nach einem Rekordverlust im Jahr 2022 geht das staatliche Geldinstitut von einem Ergebnis von rund 400 Milliarden Rubel (etwa 4,5 Milliarden Euro) für das laufende Jahr aus. In den ersten fünf Monaten belief sich der Gewinn bereits auf 239 Milliarden Rubel.

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