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DAX auf Rekordkurs und Anleger in Kauflaune

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX auf Rekordkurs und Anleger in Kauflaune

Der DAX hatte erneut ein Rekordhoch erreicht und hielt sich auf einem hohen Niveau. Unterstützt wurde der Markt durch Hoffnungen auf Zinssenkungen in den USA sowie durch positive Erwartungen an die beginnende Berichtssaison. Bereits am Morgen markierte der deutsche Leitindex mit 20.675 Punkten eine neue Bestmarke, die bis zum Handelsschluss Bestand hatte. Letztlich beendete der DAX den Handelstag bei 20.655 Punkten, was einem Anstieg von 0,39 Prozent gegenüber dem Vortag entsprach. Trotz der hohen Notierungen blieben weitere Rekorde möglich.

Die Kursentwicklung des DAX folgte in erster Linie dem globalen Wirtschaftswachstum, da weniger als 20 Prozent der Umsätze der im Index vertretenen Unternehmen in Deutschland erwirtschaftet wurden. Diese Einschätzung teilte Analyst Sören Hettler von der DZ Bank. Während der DAX weiter zulegen konnte, zeigte sich der MDAX schwächer und verlor am Handelstag 0,2 Prozent. Das konjunkturelle Umfeld in Deutschland und Europa belastete weiterhin den Mittelstandsindex, der bereits 2024 im Gegensatz zum DAX Verluste verzeichnet hatte.

Marktbeobachter sahen weiteres Potenzial für den DAX und hielten das Erreichen der 21.000-Punkte-Marke für möglich. ING-Analyst Christian Zoller betonte, dass nach dem vorangegangenen Rückgang im Dezember weiter steigende Kurse wahrscheinlich seien. Hohe Umsätze am Vortag deuteten laut Thomas Altmann von QC Partners darauf hin, dass viele Anleger, die bisher gezögert hatten, nun in den Markt einstiegen.

Die Berichtssaison in den USA war mit positiven Ergebnissen großer Banken gestartet, was als weiterer Impuls für die Märkte gewertet wurde. Analysten erwarteten insgesamt moderate Gewinnsteigerungen, die vor allem durch Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen erzielt wurden. Technologieaktien standen besonders im Fokus, da sie von den gesunkenen Inflationsdaten profitierten. Der Nasdaq erreichte zunächst neue Höchststände, bevor der Index wieder nachgab.

US-Banken verzeichneten deutliche Gewinnzuwächse. Morgan Stanley steigerte seinen Überschuss um fast 50 Prozent, während die Bank of America nur leicht zulegen konnte. Die Aktie von Morgan Stanley stieg um über drei Prozent, während die Bank of America leichte Verluste verbuchte.

Die Europäische Zentralbank blieb auf einem vorsichtigen Zinssenkungskurs, während sich der Euro stabil zeigte. An den Devisenmärkten blieb der US-Dollar aufgrund politischer Erwartungen weiterhin stark. Experten erwarteten mittelfristig eine mögliche Trendwende, doch es fehlte an klaren Impulsen für eine Abschwächung der US-Währung.

An den Rohstoffmärkten führten die Einigung über eine Feuerpause in Gaza sowie neue Sanktionen gegen Russland zu Schwankungen beim Ölpreis. Die Sorten Brent und WTI verbilligten sich um etwa 2,5 Prozent. Die geopolitische Unsicherheit blieb ein entscheidender Faktor für die Entwicklung der Energiepreise.

Im DAX zeigte sich die Zalando-Aktie besonders stark und verzeichnete einen Kursgewinn von über sieben Prozent. Der Online-Modehändler profitierte von einem starken vierten Quartal und übertraf die bisherigen Prognosen. Auch Volkswagen investierte weiterhin in erneuerbare Energien, trotz der schwächelnden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Infineon strukturierte sein Geschäft mit Sensoren und Funkchips um, um Synergien zu nutzen und Kosten zu senken.

TSMC profitierte von der steigenden Nachfrage nach KI-Chips und konnte den Gewinn im vierten Quartal um 57 Prozent steigern. Der taiwanische Halbleiterhersteller blieb ein zentraler Zulieferer für Nvidia. Gleichzeitig meldete UnitedHealth einen deutlichen Gewinneinbruch, der unter anderem auf einen Hackerangriff sowie den verlustreichen Verkauf der Brasilien-Sparte zurückzuführen war. Die Aktie des Unternehmens verlor über vier Prozent.

Die Entwicklung im Einzelhandel in den USA blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Dezember um 0,4 Prozent und lagen damit unter den Prognosen. Trotz gestiegener Pkw-Verkäufe und höherer Benzinpreise fiel das Umsatzwachstum niedriger aus als erwartet. Experten sahen hierin einen möglichen Faktor für anhaltende Zinssenkungserwartungen.

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