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DAX auf Rekordkurs durch Zollhoffnungen

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 DAX auf Rekordkurs durch Zollhoffnungen

Der DAX hat am Freitag ein neues Rekordhoch erreicht. Auslöser war neue Bewegung im Zollkonflikt der Vereinigten Staaten mit Europa und China, was die Anlegerstimmung am deutschen Aktienmarkt beflügelte. Im Verlauf des Handelstags stieg der Leitindex auf bis zu 23.543 Punkte, bevor er den Tag mit einem Plus von 0,63 Prozent bei 23.499 Punkten abschloss. Dies bedeutet nicht nur einen Tagesgewinn, sondern auch ein Wochenplus von rund 1,8 Prozent. Der MDAX legte ebenfalls zu und verzeichnete einen Anstieg um 0,6 Prozent.

Noch vor wenigen Wochen hatte der DAX deutlich tiefer notiert. Anfang April war er infolge neuer US-Zölle und chinesischer Gegenmaßnahmen auf unter 18.500 Punkte gefallen. Seither erholte sich der Index deutlich und legte in einer ungewöhnlich steilen Bewegung etwa 5.000 Punkte zu. Die Märkte reagieren nun besonders sensibel auf mögliche Entspannungen im globalen Handelskonflikt. Das kürzlich geschlossene Handelsabkommen zwischen den USA und Großbritannien wird von Investoren als Signal für eine mögliche Einigung auch mit China und Europa gewertet.

Am Wochenende sollen in Genf Gespräche zwischen den USA und China beginnen. US-Präsident Donald Trump stellte in Aussicht, die bestehenden Strafzölle auf chinesische Waren in Höhe von 145 Prozent zu senken. Zudem hat er angekündigt, auch mit der EU verhandeln zu wollen. Erste Signale einer Annäherung gab es bereits beim Treffen zwischen Trump und dem neuen Bundeskanzler Friedrich Merz.

Die Reaktionen an den US-Börsen fielen hingegen verhalten aus. Der Dow Jones notierte zuletzt mit einem Minus von 0,2 Prozent, während S&P 500 und Nasdaq jeweils um etwa 0,1 Prozent nachgaben. Die Anleger dort warten offenbar die Ergebnisse der anstehenden Gespräche ab. Der Euro konnte sich unterdessen etwas von seinen jüngsten Verlusten erholen und stieg auf 1,1267 Dollar.

Bei den Einzelwerten im DAX sorgte die Commerzbank für Aufsehen. Das Institut erzielte mit einem Nettogewinn von 834 Millionen Euro den besten Quartalswert seit 2011 und übertraf damit die Erwartungen deutlich. Die Aktie legte knapp vier Prozent zu. Am Indexende rangierte die Allianz-Aktie, was allerdings auf den Dividendenabschlag zurückzuführen war. Ohne diesen Effekt hätte auch sie zu den Gewinnern gehört.

Positiv fiel auch der SDAX-Titel Borussia Dortmund auf. Der Fußballverein kehrte im dritten Geschäftsquartal in die Gewinnzone zurück und erzielte ein Konzernergebnis von 26,9 Millionen Euro. Der Umsatz stieg deutlich, ebenso wie das operative Ergebnis. Das Ergebnis aus Transfergeschäften verdoppelte sich nahezu.

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