David Erfle: Goldpreis bildet Boden bei jeder Fed-Zinserhöhung
Der Gründer von Junior Miner Junky sieht in der jüngsten Zinserhöhung der US-Notenbank einen möglichen Wendepunkt für den Goldmarkt.

Der Goldmarkt steht möglicherweise vor einem wichtigen Wendepunkt. Diese Einschätzung vertritt David Erfle, Herausgeber und Gründer von Junior Miner Junky, in einem Interview mit dem Investing News Network. Erfle weist darauf hin, dass die jüngste Zinserhöhung der US-Notenbank (Federal Reserve) einen entscheidenden Moment markieren könnte. Seine These stützt sich auf ein wiederkehrendes Muster, das er im Verhältnis zwischen Geldpolitik und dem Goldpreis beobachtet.
„Jedes Mal, wenn sie mit dem Anheben der Zinsen beginnen, bildet sich der Boden im Goldpreis und dieser beginnt wieder zu steigen", erklärte Erfle während des Gesprächs. Der erfahrene Branchenkenner leitet daraus ab, dass die aktuelle Phase des Zyklus für Anleger von besonderer Bedeutung sein könnte. Neben seiner Einschätzung zum Goldmarkt erörtert Erfle zudem seine Portfoliostrategie während dieser Phase des Gold- und Silberzyklus.
Das Interview wurde vom Investing News Network veröffentlicht, das über Nischen-Investmentmärkte berichtet. Die Berichterstattung leitet Charlotte McLeod, die laut der Quelle über ein Jahrzehnt Erfahrung in der Berichterstattung über den Bergbau- und Metallsektor verfügt. Sie verantwortet die Video- und Event-Berichterstattung des Netzwerks und führt ein Team von Autoren.
Einordnung für Anleger
Für deutsche Privatanleger ist die Einschätzung deshalb relevant, weil der Goldpreis traditionell eng mit der US-Geldpolitik verknüpft ist. Steigende Zinsen erhöhen zunächst die Opportunitätskosten des Goldbesitzes, da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft. Erfles Beobachtung dreht diese Logik jedoch um: Nicht die Zinserhöhung selbst, sondern der Beginn eines Zinserhöhungszyklus könnte demnach den Tiefpunkt beim Goldpreis markieren.
Die Aussage ist als persönliche Markteinschätzung eines Branchenexperten zu verstehen und nicht als gesicherte Prognose. Anleger sollten derartige Thesen stets vor dem Hintergrund ihrer eigenen Anlagestrategie und Risikobereitschaft bewerten. Erfle selbst verweist in dem Gespräch auf seine Portfoliostrategie, ohne konkrete Preisziele für Gold oder Silber zu nennen.
Im Umfeld der Berichterstattung verweist die Quelle auf weitere Beiträge des Netzwerks. Dazu zählen Analysen und Interviews mit Kevin Smith, der eine noch frühe Gold-Rallye und zwei Wege zu einem Kursziel von 20.000 US-Dollar beschreibt. Auch John Feneck äußert sich zu Gold, Defense Metals und Energie und nennt sieben Aktien, die er beobachtet.
Weitere Themen der Berichterstattung betreffen den Silbermarkt. So vertritt Peter Krauth die Auffassung, dass ein Silberrausch noch bevorstehe und Anleger sich nicht in einer Bärenfalle fangen lassen sollten. Ergänzend berichtet das Netzwerk über Unternehmensentwicklungen im Rohstoffsektor, darunter Meilensteine für Contangos Kitsault-Projekt in den Jahren 2027 und 2028.
Unternehmensmeldungen im Überblick
Zu den weiteren Meldungen gehört, dass Alice Queen einen Schätzbericht zum Explorationsziel auf Horn Island abgeschlossen hat und eine Aktualisierung der Mineralressourcenschätzung (MRE) beabsichtigt. Mount Hope Mining treibt unterdessen das Projekt Mount Solitary voran, nachdem die Ergebnisse die Erwartungen übertroffen haben. Diese Meldungen stammen aus dem Umfeld der Quelle und betreffen einzelne Explorations- und Bergbauunternehmen.
Der Wertpapierhinweis der Quelle ist eindeutig: Charlotte McLeod gibt an, keine direkten Anlageinteressen an einem der in dem Artikel genannten Unternehmen zu halten. Solche Offenlegungen sind im Rohstoffjournalismus üblich, um Interessenkonflikte transparent zu machen. Für Leser liefern sie einen Hinweis darauf, wie die Berichterstattung einzuordnen ist.
Insgesamt zeichnet das Interview ein Bild eines Marktes, der sich nach Einschätzung von Erfle an einem potenziellen Wendepunkt befindet. Ob sich das von ihm beschriebene Muster auch diesmal bestätigt, wird der weitere Verlauf des Zyklus zeigen. Anleger, die in Gold und Silber investiert sind oder dies erwägen, dürften die Entwicklung der US-Zinspolitik daher weiterhin aufmerksam verfolgen.
