D1 Capital kauft Tech-Aktien – und trennt sich von Meta
Daniel Sundheims Hedgefonds D1 Capital baute im ersten Quartal Tech-Positionen auf, stieß jedoch seine gesamte Meta-Beteiligung ab.

Daniel Sundheims Hedgefonds D1 Capital hat im ersten Quartal 2026 gezielt in Technologieaktien investiert – doch eine prominente Ausnahme sticht heraus: Meta Platforms. Wie aus Pflichtmitteilungen hervorgeht, löste D1 Capital seine gesamte Beteiligung an dem Social-Media-Konzern vollständig auf.
Der Fonds hielt zuvor mehr als 376.000 Meta-Aktien, deren Wert sich auf über 240 Millionen US-Dollar belief. Der vollständige Ausstieg aus dieser bedeutenden Position ist ein klares Signal, dass Sundheim das Vertrauen in den Facebook-Mutterkonzern zumindest kurzfristig verloren hatte.
Metas schwieriges erstes Quartal
Der Zeitpunkt des Ausstiegs fällt mit einer schwachen Phase für die Meta-Aktie zusammen. Im ersten Quartal verlor das Papier mehr als 13 Prozent an Wert. Damit markierte das Quartal nicht nur den dritten Rückgang in Folge, sondern auch den größten Quartalsverlust seit dem Jahr 2022 – ein deutliches Zeichen für den Gegenwind, dem das Unternehmen ausgesetzt war.
Für Anleger, die auf eine Erholung gesetzt hatten, blieb die Lage zunächst angespannt. Meta gehört zu den sogenannten „Magnificent Seven"-Aktien, die in den vergangenen Jahren die Kursgewinne an den US-Börsen maßgeblich angetrieben hatten. Ein derart deutlicher Quartalsverlust bei einem dieser Schwergewichte zieht naturgemäß die Aufmerksamkeit institutioneller Investoren auf sich.
Erholung nach dem Quartal
Seit Anfang April hat sich die Meta-Aktie jedoch wieder erholt. Anleger, die den Kursrückgang im ersten Quartal zum Einstieg genutzt haben, konnten seither von dieser Gegenbewegung profitieren – während D1 Capital diesen Aufschwung nach dem vollständigen Ausstieg nicht mehr mitgenommen hat.
D1 Capital gilt als einer der einflussreichsten Hedgefonds im Technologiebereich. Gründer Daniel Sundheim, ehemaliger Co-Chief Investment Officer bei Viking Global Investors, hat den Fonds zu einem der bekanntesten Akteure im Growth-Investing aufgebaut. Die Portfolioentscheidungen des Fonds werden von Marktteilnehmern weltweit genau beobachtet.
Der Schritt, eine Position im Wert von mehr als 240 Millionen US-Dollar vollständig aufzulösen, ist auch im Kontext des Gesamtportfolios bemerkenswert. Während D1 Capital im selben Quartal in andere Technologiewerte investierte, zeigt der Meta-Ausstieg, dass der Fonds selektiv vorging und nicht pauschal auf den Technologiesektor setzte. Welche konkreten anderen Tech-Aktien D1 Capital im ersten Quartal kaufte, geht aus den vorliegenden Pflichtmitteilungen nicht im Detail hervor.
