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Continental steigert Profitabilität, warnt aber vor Rohstoffrisiken

Der Reifenkonzern übertrifft Analystenerwartungen beim Ebit, sieht aber steigende Rohstoffkosten als wachsende Belastung.

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Continental steigert Profitabilität, warnt aber vor Rohstoffrisiken

Continental setzt seinen Umbau zum reinen Reifenkonzern konsequent fort – und wird dabei profitabler. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sank der Umsatz im Berichtszeitraum um zehn Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Ursache ist der Verkauf des Geschäfts mit Schlauchleitungen für die Automobilindustrie (OES), das seit Februar nicht mehr in der Bilanz erscheint.

Bereinigt um diesen Portfolioeffekt trat Continental operativ auf der Stelle – genau wie Analysten es erwartet hatten. Dennoch lieferte der Konzern beim Ergebnis eine positive Überraschung: Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte um sechs Prozent auf 522 Millionen Euro und übertraf damit die Schätzungen der Analysten. Die operative Umsatzrendite, die sogenannte Ebit-Marge, verbesserte sich spürbar von 10,7 auf 11,9 Prozent.

Fokus auf margenstarke Produkte zahlt sich aus

Finanzvorstand Roland Welzbacher erklärte, die Ergebnisse spiegelten die strategische Konzentration auf margenstarke Produkte, konsequente Kostendisziplin sowie zuletzt gesunkene Rohstoffkosten wider. Damit zeigt der Konzernumbau erste messbare Früchte. Der Verkaufsprozess für den verbleibenden Teil von ContiTech läuft bereits – Continental will sich künftig klar auf das Reifengeschäft fokussieren.

Doch der Ausblick ist nicht ungetrübt: Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus haben zuletzt viele Rohstoffe deutlich verteuert. Welzbacher betonte, dass sich diese Entwicklung bei Continental erst mit zeitlicher Verzögerung bemerkbar machen werde. „Wir analysieren und bewerten die Situation fortlaufend und ergreifen sofern erforderlich Maßnahmen zur Ergebnissicherung", kündigte der Finanzvorstand an.

Jahresprognose bleibt unverändert

Trotz der geopolitischen Unsicherheiten hält Continental an seinen Jahreszielen fest. Der Konzernumsatz soll 2026 zwischen 17,3 und 18,9 Milliarden Euro liegen. Die bereinigte Ebit-Marge wird weiterhin in einer Spanne von 11,0 bis 12,5 Prozent angepeilt. Für Privatanleger ist das ein wichtiges Signal: Das Management sieht die Rohstoffrisiken bislang als beherrschbar an und sieht keinen Anlass, die Erwartungen zu korrigieren.

Für Anleger bleibt Continental damit ein Unternehmen im strukturellen Wandel. Der Konzern wird schlanker, fokussierter und – zumindest bisher – profitabler. Die entscheidende Frage ist, wie stark die gestiegenen Rohstoffpreise das zweite Halbjahr belasten werden und ob die angekündigten Gegenmaßnahmen greifen.

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