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Commerzbank reagiert auf Kontoraub

Sicherheitsmaßnahmen und Kryptopläne: Die Bank zieht Konsequenzen aus dem Betrugsvorfall

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Commerzbank reagiert auf Kontoraub

Der Kontoraub, der kürzlich mehr als 100 Kunden der Commerzbank betroffen hat, sorgt weiterhin für Aufsehen in der Bankenbranche. Berichten zufolge haben Kriminelle einen erheblichen zweistelligen Millionenbetrag von den Konten der Kunden abgehoben. Die Täter nutzten Girocards mit Maestro-Funktion von Mastercard, die vom Bank-Verlag verwaltet wurden.

Als Reaktion auf den Vorfall hat der Bank-Verlag nun Schritte unternommen. Ein Sprecher des Verlags gab bekannt, dass eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer umfassenden forensischen Analyse des Vorfalls beauftragt wurde. Dieser Vorgang wird voraussichtlich einige Wochen in Anspruch nehmen. Der Verlag äußert sich derzeit nicht weiter zum Stand der Untersuchung.

Jörg Oliveri del Castillo-Schulz, der IT-Vorstand der Commerzbank, bezeichnete den Vorfall als klassischen Betrugsfall, der auf einen Fehler bei einem Software-Update zurückzuführen sei. Er ließ auch durchblicken, dass die Commerzbank mit dem Bank-Verlag unzufrieden sei und erklärte: "Der Dienstleister hat bestimmte Dinge so gemacht, die dazu geführt haben, dass wir genau diesen Vorfall hatten."

Die Commerzbank hat bereits Schadensersatz an die betroffenen Kunden geleistet und überlegt derzeit, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit externen Dienstleistern zu implementieren. Dieser Vorfall verdeutlicht, dass die Sicherheitsarchitektur nicht an den Grenzen der Bank endet, sondern die gesamte Lieferantenkette betrifft. Dies könnte in Zukunft Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit Partnern und Dienstleistern haben.

Neben der Sicherheit ist die Modernisierung der IT ein weiteres zentrales Anliegen der Commerzbank. Vorstandschef Manfred Knof hat eingeräumt, dass die Bank Schwierigkeiten hatte, alle Prozesse im gleichen Tempo zu automatisieren und zu digitalisieren, in dem Arbeitsplätze abgebaut wurden. Jörg Oliveri del Castillo-Schulz hat sich das Ziel gesetzt, bis 2024 die begonnenen IT-Projekte im Privat- und Firmenkundengeschäft abzuschließen. Darüber hinaus plant die Bank, im ersten Halbjahr 2024 Kryptoassets für institutionelle Investoren zu verwahren, nachdem sie kürzlich von der Finanzaufsicht Bafin die erste Kryptoverwahrlizenz für eine deutsche Universalbank erhalten hat.

Obwohl die Commerzbank vorerst keinen Handel mit Kryptoassets und keine Kryptoangebote für Privatkunden plant, schließt del Castillo-Schulz nicht aus, dass dies in der Zukunft in Betracht gezogen wird. Die Bank wird die Marktentwicklung beobachten und könnte weitere Schritte in diese Richtung unternehmen.

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