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Bankenchaos bei der 'Effenberg-Bank

Rücktritte im Aufsichtsrat und Bafin-Einsatz - Turbulente Zeiten für das umstrittene Geldinstitut

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Bankenchaos bei der 'Effenberg-Bank

Die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden, auch bekannt als die "Effenberg-Bank", gerät erneut in die Schlagzeilen, und zwar aufgrund eines dramatischen Rücktritts. Nachdem bereits der Vorstandschef Stefan Siebert sein Amt niedergelegt hat, folgte nun der komplette Aufsichtsrat, bestehend aus 16 Mitgliedern, diesem Schritt. Diese unerwarteten Entwicklungen kündigten sich an und setzen die Bank unter erheblichen Druck.

Das Institut erklärte: "Im Zuge des umfassenden Veränderungsprozesses der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden ist nun der gesamte Aufsichtsrat zurückgetreten." Eine der prominenten Persönlichkeiten, die ihren Rücktritt aus dem Kontrollgremium bekannt gaben, ist der ehemalige thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus. Da ein Aufsichtsrat gesetzlich vorgeschrieben ist, hat die Finanzaufsichtsbehörde Bafin reagiert und einen Sonderbeauftragten bestellt, der vorübergehend die Rolle des Aufsichtsrats übernehmen wird.

Die Bafin hat auch bei der Volksbank aus Thüringen einen Sonderbeauftragten als Geschäftsführer eingesetzt, um die Situation in der Bank zu überwachen. Dieser Schritt erfolgt inmitten eines tiefgreifenden Wandels, der die Bank erschüttert. Der bisherige Interimschef Jan Wettstein hat ebenfalls seinen Rücktritt erklärt, was die Finanzkreise besorgt.

Die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden ist bundesweit für ihre umstrittene Geschäftspolitik bekannt. Vor fünf Jahren heuerte sie den Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg an, um Risiken im Fußballsektor besser bewerten zu können, da die Bank Kredite an Profivereine vergibt. Diese unkonventionelle Herangehensweise hebt sie von anderen Genossenschaftsbanken ab. Die Bank befindet sich außerdem in einem langwierigen Konflikt mit der Bafin und dem Genossenschaftsverband BVR, der die Sicherungssysteme für rund 700 Volks- und Raiffeisenbanken organisiert.

Bereits im Jahr 2020 hatte die Bafin versucht, den damaligen Vorstandschef Stefan Siebert abzusetzen, was jedoch zunächst erfolglos blieb. Die Behörde erhöhte jedoch den Druck und äußerte Bedenken bezüglich der Geldwäsche-Kontrollsysteme und der Kundenstruktur der Bank. Mitte November trat Siebert schließlich aus persönlichen Gründen zurück.

Der Anwalt des zurückgetretenen Aufsichtsratsmitglieds, Edgar Steinle, erklärte vor zwei Wochen, dass die Bank wahrscheinlich Unterstützung aus dem Sicherungsfonds der deutschen Genossenschaftsbanken benötigen wird. Zunächst muss jedoch der Verlust, den die Bank für das Jahr 2022 verzeichnete, geprüft werden, da der Jahresabschluss noch nicht vom Wirtschaftsprüfer testiert wurde.

Die Institutssicherung der Genossenschaftsbanken sieht vor, dass Banken in Schwierigkeiten nicht insolvent gehen, sondern Unterstützung aus einem Sicherungsfonds erhalten, in den alle Institute einzahlen. Nach dieser Stützung werden die betroffenen Geldhäuser oft mit benachbarten Volksbanken fusioniert, eine mögliche Zukunftsperspektive auch für die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden.

Derzeit übernimmt Christian Gervais die Geschäftsführung der Volksbank, nachdem die Bafin ihn als Sonderbeauftragten mit Geschäftsleiterbefugnis eingesetzt hat. Das Institut betont seine Anerkennung als Experte in der genossenschaftlichen Finanzwelt mit über 20 Jahren Erfahrung in leitenden Positionen bei der Volksbank Köln Bonn. Gervais war zuletzt als Marktfolge- und Steuerungsvorstand der Bank tätig.

Die aktuelle Situation bei der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden bleibt weiterhin unklar, und es scheint, dass die Finanzaufsicht und der Sicherungsfonds aktiv eingreifen müssen, um die Bank zu stabilisieren und mögliche weitere Entwicklungen zu beobachten. Inzwischen schweigt die Bank zu Fragen über die Fortführung der Zusammenarbeit mit Stefan Effenberg und anderen ehemaligen oder aktuellen Mitarbeitern.

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