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Coinbase führt Gold- und Silber-Perpetual-Futures für internationale Händler ein

Die Kryptobörse Coinbase Global erweitert ihr Derivate-Angebot mit neuen Edelmetall-Perpetual-Futures für berechtigte Händler außerhalb der USA.

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Coinbase führt Gold- und Silber-Perpetual-Futures für internationale Händler ein

Coinbase Global hat die Einführung von Perpetual Futures auf Gold (gold-perp) und Silber (silver-perp) bekanntgegeben. Das Angebot richtet sich ausschließlich an berechtigte Händler außerhalb der Vereinigten Staaten. Mit diesem Schritt verbindet die führende US-amerikanische Kryptobörse die Welt der traditionellen Rohstoffmärkte mit dem Krypto-Derivatehandel.

Perpetual Futures sind Terminkontrakte ohne festes Ablaufdatum. Anders als klassische Futures-Kontrakte, die an einem bestimmten Datum verfallen, können Perpetual Futures theoretisch unbegrenzt gehalten werden. Sie sind ein in der Kryptowelt weit verbreitetes Instrument und ermöglichen es Händlern, auf Preisentwicklungen zu spekulieren oder bestehende Positionen abzusichern – ohne physische Lieferung des Basiswerts.

Edelmetalle treffen auf Krypto-Derivate

Mit Gold und Silber als Basiswerte erschließt Coinbase eine neue Anlageklasse für seine internationale Nutzerbasis. Gold gilt traditionell als sicherer Hafen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, während Silber sowohl als Anlage- als auch als Industriemetall gefragt ist. Die Kombination dieser klassischen Rohstoffe mit dem flexiblen Perpetual-Futures-Format dürfte besonders für aktive Trader attraktiv sein.

Die Einschränkung auf Händler außerhalb der USA ist dabei kein Zufall. US-amerikanische Regulierungsbehörden, insbesondere die CFTC (Commodity Futures Trading Commission), unterliegen strengen Vorschriften für den Handel mit Derivaten. Coinbase umgeht damit regulatorische Hürden im Heimatmarkt und bedient zunächst die internationale Nachfrage.

Coinbase auf Expansionskurs trotz Stellenabbau

Die Produktneuheit fällt in eine bewegte Phase für Coinbase. Das Unternehmen hat zuletzt Schlagzeilen gemacht, als es einen Stellenabbau von 14 Prozent ankündigte – begründet mit der aktuellen Marktlage und dem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig treibt Coinbase ambitionierte Projekte voran, darunter Pläne zur Tokenisierung von Aktien, was als Teil einer breiteren Vision für das sogenannte „Finance 2.0" gilt.

Dieser scheinbare Widerspruch – Stellenabbau einerseits, Produktexpansion andererseits – spiegelt eine Strategie wider, die viele Technologieunternehmen derzeit verfolgen: Kosten senken, gleichzeitig aber in zukunftsträchtige Bereiche investieren. Für Anleger und Händler bleibt Coinbase damit ein Unternehmen, das trotz Gegenwind aktiv neue Märkte erschließt.

Die neuen Perpetual Futures auf Gold und Silber könnten Coinbase helfen, seine Position als globale Handelsplattform zu festigen und neue Nutzergruppen anzusprechen, die bislang eher auf traditionellen Rohstoffbörsen aktiv waren. Ob und wann das Angebot auch auf US-amerikanische Händler ausgeweitet wird, bleibt abzuwarten.

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