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Coinbase-CEO Armstrong sieht Bitcoin-Boden bei 60.000 Dollar

Brian Armstrong prognostiziert einen Bitcoin-Boden bei 60.000 Dollar – und sieht sogar Chancen auf 100.000 Dollar innerhalb von zwölf Monaten.

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Coinbase-CEO Armstrong sieht Bitcoin-Boden bei 60.000 Dollar

Coinbase-CEO Brian Armstrong hat Mitte Juni eine aufsehenerregende Prognose abgegeben: Bitcoin könnte bei 60.000 Dollar seinen Boden gefunden haben. Seither hat die Kryptowährung eine bescheidene Aufwärtsbewegung verzeichnet und notiert aktuell bei rund 64.000 Dollar. Trotz der verhaltenen Erholung sehen Marktbeobachter durchaus Potenzial für eine stärkere Kursbewegung in den kommenden Monaten.

Armstrong stützt seine Einschätzung auf den historisch bekannten Vier-Jahres-Zyklus von Bitcoin. Demnach ist Bitcoin stets ein klassisches „Boom-or-Bust"-Asset gewesen – entweder das Asset mit der weltweit besten Performance oder das mit der schlechtesten. Auf drei gute Jahre folgt in der Regel ein sehr schlechtes Jahr. Langfristig jedoch folgte Bitcoin immer einem übergeordneten Aufwärtstrend.

Ein Blick auf die jüngere Vergangenheit unterstreicht diese These eindrucksvoll. Nachdem Bitcoin im Jahr 2021 ein damaliges Allzeithoch von 69.000 Dollar erreicht hatte, verlor er im Jahr 2022 satte 64 Prozent seines Wertes. Dennoch erholte er sich und erreichte bis Ende 2024 die Marke von 100.000 Dollar – ein erneutes Allzeithoch. Die Frage, die sich Anleger nun stellen, lautet: Könnte sich dieses Muster wiederholen?

Treiber für eine mögliche Erholung

Coinbase hat mehrere Faktoren identifiziert, die Bitcoin in den nächsten zwölf Monaten nach oben treiben könnten. Zunehmende regulatorische Klarheit gilt dabei als wesentlicher Katalysator, da sie voraussichtlich zu einer noch größeren institutionellen Akzeptanz führen wird. Darüber hinaus fließt offenbar wieder Kapital in die Spot-Bitcoin-ETFs, was als positives Signal für die Nachfrageseite gewertet wird.

Stetige Käufe durch institutionelle Anleger könnten den Kurs zusätzlich stützen. Für deutsche Privatanleger ist dies besonders relevant, da der Zugang zu Bitcoin-ETFs auch in Europa zunehmend einfacher wird. Die Kombination aus regulatorischer Reife und institutionellem Interesse könnte den Markt langfristig stabilisieren.

Skepsis bleibt – Umfrage zeigt gespaltenes Bild

Nicht alle Marktteilnehmer teilen Armstrongs Optimismus. Der Coinbase-CEO führte selbst eine Online-Umfrage durch, in der er fragte: „Ist der Boden erreicht?" Das Ergebnis war eindeutig gespalten: Rund 56 Prozent der Befragten antworteten mit Nein, während 44 Prozent mit Ja stimmten. Diese gemischten Ergebnisse verdeutlichen, wie viele unvorhersehbare Faktoren die kurzfristige Kursentwicklung beeinflussen können.

Als mögliche Risikoszenarien gelten etwa eine Eskalation geopolitischer Spannungen, steigende Ölpreise und eine erneut anziehende Inflation. Sollte die US-Notenbank Federal Reserve in einem solchen Umfeld gezwungen sein, die Zinsen anzuheben, wäre das ein schwieriges Umfeld für Bitcoin – die Kryptowährung floriert historisch gesehen eher in Niedrigzinsphasen.

Langfristige Perspektive entscheidend

Für langfristig orientierte Anleger liefert die historische Wachstumsrate von Bitcoin ein interessantes Datenpunkt. Von August 2017 bis Juni 2026 wuchs Bitcoin mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 33 Prozent – und das trotz schwerer Markteinbrüche in den Jahren 2018, 2022 sowie 2025 und 2026. Eine Fortsetzung dieses Wachstumstempos würde Bitcoin rechnerisch innerhalb der nächsten zwölf Monate wieder in Richtung 100.000 Dollar führen.

Kurzfristig bleibt Bitcoin jedoch ein hochvolatiles Asset, dessen tägliche Kursschwankungen selbst erfahrene Anleger verunsichern können. Experten empfehlen daher, den Fokus auf den langen Zeithorizont zu legen und kurzfristige Schwankungen als Teil der Bitcoin-Natur zu akzeptieren. Wer in Bitcoin investiert, sollte sich bewusst sein, dass vergangene Wertentwicklungen keine Garantie für künftige Ergebnisse darstellen.

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