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Cleveland-Cliffs-Aktie steigt 15 Prozent nach angehobener Prognose für 2027

Der US-Stahlhersteller übertrifft mit 28 Cent Gewinn je Aktie die Erwartungen und hebt das EBITDA-Ziel für 2027 deutlich an.

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Cleveland-Cliffs-Aktie steigt 15 Prozent nach angehobener Prognose für 2027

Der US-Stahlhersteller Cleveland-Cliffs hat am Montag seine Prognose für den Kerngewinn im Jahr 2027 angehoben. Hintergrund sind stärkere Preise und niedrigere Kosten, die dem Unternehmen den ersten quartalsweisen Gewinn seit mehr als zwei Jahren bescherten. Die Aktie von Cleveland-Cliffs stieg im Vormittagshandel um 15 Prozent und lag damit auf Kurs für den größten Tagesanstieg seit Juli.

Konkret rechnet das Unternehmen für das Jahr 2027 nun mit einem bereinigten EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) von mehr als 4 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte die Prognose bei 3,3 Milliarden Dollar gelegen. Die Anhebung sei durch verbesserte Preisbedingungen und kürzlich abgeschlossene Verträge ausgelöst worden, sagte Vorstandschef Lourenço Goncalves.

Gewinn übertrifft Analystenerwartungen

Im dritten Quartal wies Cleveland-Cliffs einen bereinigten Gewinn je Aktie von 28 Cent aus. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 45 Cent je Aktie verzeichnet. Laut den von LSEG zusammengestellten Daten hatten Analysten lediglich einen bereinigten Gewinn von 19 Cent je Aktie erwartet. Der tatsächliche Wert lag damit deutlich über den Marktprognosen.

Auch für das vierte Quartal gab der Konzern eine konkrete Erwartung ab: Cleveland-Cliffs rechnet mit einem EBITDA von rund 715 Millionen Dollar.

Goncalves zeigte sich gegenüber Investoren optimistisch mit Blick auf die Auftragslage. Die Kunden wollten für das Jahr 2027 mehr Stahl unter Vertrag nehmen als für 2026. „Wir verkaufen Stahl derzeit unter dem besten Preisumfeld seit drei Jahren“, sagte der CEO laut der Quelle. Diese Aussage unterstreicht den positiven Preistrend, von dem der Konzern derzeit profitiert.

Kontext: Rückenwind durch Handelspolitik

US-Stahlhersteller profitieren derzeit von festeren Stahlpreisen, die durch günstige Handelspolitiken gestützt werden. Dieser politische Rückenwind dürfte für deutsche Anleger von besonderer Bedeutung sein, da er die Wettbewerbsposition amerikanischer Produzenten gegenüber importiertem Stahl stärkt. Für Investoren, die in den Stahlsektor investieren, ist die Preisentwicklung damit ein zentraler Treiber der Gewinnentwicklung.

Hinzu kommen niedrigere Kosten, die zusammen mit den höheren Preisen den operativen Hebel des Unternehmens verbessern dürften. Diese Kombination erklärt, warum Cleveland-Cliffs seine Jahresprognose so deutlich anheben konnte.

Für den Markt ist die Meldung ein Signal, dass sich die Lage im US-Stahlgeschäft nach einer längeren Durststrecke stabilisiert. Der erste Quartalsgewinn seit mehr als zwei Jahren markiert einen Wendepunkt in der Ergebnisentwicklung des Konzerns.

Ob sich der positive Trend fortsetzt, hängt maßgeblich von der weiteren Preisentwicklung sowie von der Handelspolitik ab. Die Aktienreaktion mit einem Plus von 15 Prozent zeigt, dass die Anleger die neuen Zahlen und die angehobene Prognose als klar positives Signal werten.

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