Citigroup übertrifft Erwartungen im Q4 2025
Die US-Großbank Citigroup hat im vierten Quartal 2025 die Analystenerwartungen übertroffen. Höhere Nettozinserträge und eine niedrigere Risikovorsorge trugen zum positiven Ergebnis bei.

Die Citigroup hat am Mittwoch ihre Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der US-Kreditgeber profitierte von gestiegenen Zinserträgen und musste weniger Geld für notleidende Kredite zurückstellen als befürchtet.
Nettogewinn durch Russland-Abschreibung belastet
Der Nettogewinn sank um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,47 Milliarden Dollar oder 1,19 Dollar je Aktie. Belastet wurde das Ergebnis durch einen Verlust nach Steuern von 1,1 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung des Russlandgeschäfts. Bereinigt um diese Sonderbelastung lag der Gewinn bei 3,6 Milliarden Dollar oder 1,81 Dollar pro Aktie.
Der Umsatz stieg bereinigt um die Russland-bezogene Belastung um 8 Prozent auf 21,0 Milliarden Dollar. Zu diesem Wachstum trugen insbesondere das Bankgeschäft, das Wealth Management und die institutionellen Dienstleistungen bei.
Nettozinsertrag deutlich über Erwartungen
Besonders erfreulich entwickelte sich der Nettozinsertrag, der die Differenz zwischen Einnahmen aus Krediten und Anlagen sowie Zahlungen an Einleger abbildet. Dieser stieg um 14 Prozent auf 15,67 Milliarden Dollar und lag damit rund 815 Millionen Dollar über der Schätzung von StreetAccount.
Die Risikovorsorge für Kreditausfälle belief sich im vierten Quartal auf 2,2 Milliarden Dollar und unterschritt die Erwartungen um etwa 330 Millionen Dollar. Diese niedriger als erwartete Risikovorsorge deutet bei Citigroup und konkurrierenden Instituten wie der Bank of America auf Optimismus hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung und der Rückzahlungsfähigkeit der Kreditnehmer hin.
Renditeziel von 10 Prozent für 2026 angepeilt
Die Bank unter CEO Jane Fraser bekräftigte ihr Renditeziel von mindestens 10 Prozent für 2026. Das Institut strebt an, die Bank für "verbesserte Renditen über diesem Niveau in den kommenden Jahren" zu positionieren. Die Aktien der Bank stiegen im vorbörslichen Handel um etwa 1 Prozent.
Umstrukturierung unter Fraser schreitet voran
Unter der Führung von Fraser befindet sich die Citigroup mitten in einer umfassenden Umstrukturierung. Das Institut veräußert Teile seines Auslandsgeschäfts und profitiert gleichzeitig von der Deregulierung des US-Bankensektors. Mike Mayo, Bankenanalyst bei Wells Fargo, bezeichnet die Citigroup aufgrund dieser Entwicklungen als seinen Top-Titel unter den Bankaktien.
Weitere US-Banken legen Zahlen vor
Am Dienstag hatte bereits JPMorgan Chase Ergebnisse veröffentlicht, die dank besser als erwarteter Handelsumsätze die Erwartungen übertrafen. Bank of America und Wells Fargo präsentieren ebenfalls am Mittwoch ihre Quartalszahlen, während Goldman Sachs und Morgan Stanley für Donnerstag angesetzt sind.
