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Citi: Energy-Drinks werden zum Wachstumstreiber für Restaurantaktien

Eine neue Citi-Umfrage unter 2.400 US-Verbrauchern identifiziert Energy-Drinks als bedeutende Wachstumschance für Restaurantketten.

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Citi: Energy-Drinks werden zum Wachstumstreiber für Restaurantaktien

Die Citigroup sieht in Energy-Drinks einen unterschätzten Wachstumstreiber für den Gastronomiesektor. Das Getränke-Research-Team der Citi befragte gemeinsam mit dem Research Innovation Lab der Bank insgesamt 2.400 US-Verbraucher, um die Chancen für Energy-Drinks im Restaurantbereich zu bewerten. Die Ergebnisse fallen eindeutig aus: Das Verbraucherinteresse ist hoch, die Markenloyalität gegenüber bestehenden Produkten jedoch gering.

Laut der Studie ist der Konsum von Energy-Drinks in Restaurants weitgehend inkrementell – bedeutet, er kommt zusätzlich zum bestehenden Umsatz hinzu. Diese Dynamik eröffnet Restaurantketten erhebliches Potenzial, Marktanteile vor allem zulasten von Convenience-Stores zu gewinnen. Das Wachstum in dieser Kategorie wird dabei primär durch Vielfalt, Neuheiten und Individualisierung getrieben – und weniger durch den Preis. Das begünstigt spezialisierte Getränkeanbieter besonders.

Die vier am besten positionierten Aktien laut Citi

An erster Stelle des Citi-Rankings steht Dutch Bros Inc. (BROS). Das Unternehmen führt die Liste aufgrund seiner starken Präsenz im Bereich der Spezialgetränke an. Der Fokus auf individualisierbare Energy-Drinks macht Dutch Bros zum direkten Profiteur der identifizierten Verbrauchertrends. Zuletzt meldete das Unternehmen Quartalsergebnisse für das zweite Quartal, die die Erwartungen der Analysten sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz übertrafen.

Den zweiten Platz belegt Starbucks Corp. (SBUX). Der Kaffeegigant baut seine Präsenz im Energy-Drink-Kanal aktiv aus und trifft damit die Nachfrage der Verbraucher nach Vielfalt und Individualisierung. Starbucks übertraf zuletzt die Wall-Street-Schätzungen beim Gewinn und Umsatz im dritten Geschäftsquartal und hob seinen Jahresausblick an. Mehrere Analysehäuser, darunter DA Davidson und Morgan Stanley, reagierten mit Anhebungen ihrer Kursziele.

Auf Platz drei folgt McDonald's Corp. (MCD). Der Fast-Food-Marktführer erweitert sein Angebot an Energy-Drinks und könnte damit zusätzliche Umsätze durch das wachsende Verbraucherinteresse generieren. Die Quartalsergebnisse für das zweite Quartal fielen gemischt aus: Der Gewinn je Aktie übertraf die Prognosen, während die Umsatzerwartungen verfehlt wurden. In der Folge senkten Analysehäuser wie Bernstein und RBC Capital ihre Kursziele für den Konzern.

Den vierten Platz belegt Yum Brands Inc. (YUM), die Muttergesellschaft von Taco Bell. Die Initiativen von Taco Bell zum Ausbau seiner Energy-Drink-Plattform sollen dazu beitragen, Verbraucherkäufe von Convenience-Stores in Richtung Restaurants zu verlagern. Yum Brands übertraf im zweiten Quartal die Gewinnprognosen und bestätigte zudem eine Vereinbarung über den Verkauf seines Pizza-Hut-Geschäfts. Allerdings wurde die Marke Taco Bell von der US-Behörde FDA mit einem Cyclosporose-Ausbruch in Verbindung gebracht, der auf Salat zurückgeführt wurde.

Convenience-Stores unter Druck

Die Analyse der Citi verdeutlicht einen strukturellen Wandel im Wettbewerb um Energy-Drink-Kunden. Während Convenience-Stores bislang als klassischer Absatzkanal galten, rücken Restaurantketten zunehmend in diesen Markt vor. Der entscheidende Vorteil der Gastronomie liegt in der Möglichkeit zur Individualisierung – ein Faktor, den Convenience-Stores strukturell kaum bieten können.

Für deutsche Anleger, die in US-Restaurantaktien investiert sind oder dies erwägen, liefert die Citi-Studie eine interessante Perspektive: Der Energy-Drink-Trend ist in den USA bereits weit fortgeschritten und könnte mittelfristig auch europäische Märkte beeinflussen. Spezialisierte Getränkeanbieter wie Dutch Bros und etablierte Ketten wie Starbucks scheinen dabei am besten aufgestellt, um von dieser Entwicklung zu profitieren.

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